Rye Coalition

Fluchen mit Dave Grohl

11.05.2006, 15:10, Text: Thomas Renz

An ihren Nebenjobs sollt ihr sie erkennen! Sehr richtig, die Rede ist von Indie-Bands. Die Fünf von Rye Coalition arbeiteten zum Beispiel in einer Schokoladenfabrik, führen Hunde aus oder verdingen sich als Taxifahrer. So ist das eben ohne Majorvertrag in der Tasche. Dabei sah das alles schon einmal ganz anders aus für die Band aus New Jersey. Denn nach drei gefeierten Alben unterschrieb man im Jahr 2003 bei Dreamworks und glaubte schon, das große Los gezogen zu haben.

Doch nur zehn Tage vor den Aufnahmen für das vermeintliche Majordebüt mit Dave Grohl in Los Angeles, verkaufte Dreamworks seine Musiksparte an Universal - und da fühlte sich auf einmal niemand mehr zuständig. \"The typical story is you make a record and then you get dropped, not that the label gets sold and [the album] doesn't come out. But we were assured by our A&R guy that the wheels were in motion and things would turn out OK and then he quit! No one left knew what we were about or why we were signed there in the first place. But in the process we wrote more songs and made the record we wanted to make, and after trying to play ball we got out of the deal and took our record with us.\" Glück gehabt, möchte man Sänger Ralph Cuseglio angesichts dieses glimpflichen Ausgangs zurufen, dann da haben wir auch schon ganz andere Geschichten gehört.




Ohne jahrelangen Rechtsstreit landete die Band dann letztendlich wieder beim Indie Gern Blandsten, wo auch schon die ersten beiden Alben veröffentlicht wurden. \"Curses\" erscheint hierzulande am 26.Mai und hat nicht nur seinen Namen Dave Grohl (und einem verunglückten Wurf beim gemeinsamen Basketballspielen) zu verdanken. \"He helped us a lot with dynamics. He made us look at the songs, not so much to trim the fat but to build on the arrangements - taking what he learned with Nirvana and especially Foo Fighters and showing us the way,\" so Bassist Justin Angelo Morey. Dementsprechend selbstbewusst und breitbeinig steht das neue Album von Rye Coalition dann auch da. Schwitzender Hardrock, wie er eben nur von Hundeausführern und Taxifahrern gespielt werden kann.



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