Web 2.0 und so...
Netaudio-Rückblick Teil 1
20.12.2008, 11:19, Text:
Moritz Sauer, Foto: Entertainment For The Braindead
Auch für die freie Musikszene und Netlabel-Welt war 2008 ein spannendes Jahr. Ein Jahr voller Festivals von Barcelona über London bis nach Moskau. Ein Jahr mit sagenhaften fantastischen Musikveröffentlichungen, die immer noch weiter darauf warten heruntergeladen und verteilt zu werden. mo. schnürt Euch ein Musikpaket für Weihnachten und die Tage zwischen den Jahren.
Zu Anfang erkläre ich vielleicht noch einmal für diejenigen, die sich mit Begriffen wie Netlabels, Netaudio und Creative Commons nicht auskennen, die Ideen und Konzepte, die sich dahinter verstecken. Netaudio verstehen die meisten als einen Begriff für legale und kostenlos zur Verfügung stehende Musik im Internet.
Netaudio-Songs stammen meistens von Netlabels. Das sind eigentlich normale Musiklabels, nur dass sie ihre Musik rein digital über das Internet vertreiben (und manchmal auch verkaufen). Damit der einzelne Musikhörer auch sicher sein kann, dass er diese Musik auch runterladen und weiterkopieren darf, verknüpfen die Musiker und Netlabels ihre Netaudio-Veröffentlichungen mit einer Creative Commons-Lizenz. Das Creative Commons-Projekt bietet nämlich Kulturschaffenden leicht verständliche aber juristisch einwandfreie Lizenzen, die man mit seinen Texte, Bildern, Videos und Musik verknüpft. Per Link, per Button oder innerhalb der Metadaten der Dateien.
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Entertainment For The Braindead
Folk | Die Solokünstlerin Julia aka Entertainment For The Braindead gehört zu den kleinen Creative Commons-Sensationen des Jahres. Die schüchtern wirkende Folk-Musikerin gab zwar erst im Herbst diesen Jahres ihr allererstes Konzert im Kölner Motoki Wohnzimmer, umgarnte ihre Zuhörer jedoch derart, dass die Indie-Jungs verzückt lauschten. Doch bereits zu Anfang des Jahres begeisterte sie ihre Hörer mit charmanten Indie-Pop-Songs. Ihre Musik brachte die junge Dame im DIY-Verfahren unter das Volk, indem sie selbstgebastelte aufwendige CDs zum Selbstkostenpreis vertrieb. Nicht nur Zuhörer belohnt Entertainment For The Braindead mit Aufmerksamkeit, nein, gleich zwei Netlabels nämlich Aerotone und Aaahh Records kloppten sich enthusiastisch um die Musikerin und veröffentlichten Ihr zweites Album dann konsequent gemeinsam. Sowohl "hydrophobia" als auch "hypersomnia" sind musikalische Perlen und passen sicherlich exzellent zur Weihnachtszeit.
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