Guitar Rig 3

Software-Gitarrensimulation

[Native Instruments; inkl. Rig Kontrol 3 ca. EUR 480]

28.11.2007, 14:06, Text: Felix Scharlau

Dieser Tage erschien der dritte Teil der Software-Gitarrensimulation Guitar Rig. Der digitale Sound schrammt hier nur noch Millimeter an der analogen Realität vorbei. Intro sprach mit Patrick Arp, dem verantwortlichen Director der NI-Guitar-Division, über sein Baby.

Was sind denn die einzelnen Produktionsschritte, die von einem realen Amp-Sound zur digitalen Simulation des gleichen Amps führen?
Bei der Simulation eines Verstärkers werden im Prinzip alle Bauteile des Verstärkers untersucht und gemessen. Diese Bauteile werden dann in mathematische Formeln umgewandelt und in der Software wieder zusammengesetzt. Das Modell ist also eine genaue Abbildung des Innenlebens eines Hardware-Verstärkers.

Wie lange dauert dieser Prozess in der Regel für ein Amp-Modell?
In etwa zwei bis vier Monate, je nach Komplexität des Original-Verstärkers.


Wie viele Leute arbeiten in eurem Kern-Team, und was machen die genau?
An der Software-Basis von Guitar Rig arbeiten mehrere Entwickler, die sich um verschiedene Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Modeling, Preset-Verwaltung etc. kümmern. Ein kleines Projektteam kümmert sich gemeinschaftlich um Konzept und Sounddesign, und dann gibt es noch den Produktmanager, der alles zusammenhält.

Was sind aus eurer Sicht die gelungensten neuen Features im Vergleich zu Version 2?

Besonders stolz sind wir auf den verbesserten Sound dank des verfeinerten Modelings und der Matched Cabinets. Die neuen Amps sind unserer Ansicht nach allesamt sehr gut geworden. Zudem haben wir viel Zeit in die Programmierung und Strukturierung der Presets investiert. Nun ist es noch wesentlich einfacher, schnell den gewünschten Gitarrenton zu finden.

Wie wichtig sind Hörtests mit Probanden als Maßstab für eure Arbeit?

Wir arbeiten mit kleinen Fokus-Gruppen und nehmen die Ergebnisse unserer Experten sehr ernst. Wir freuen uns natürlich dann sehr, wenn es auch erfahrenen Gitarristen schwer fällt, Original und Modell auseinanderzuhalten.

Gibt es schon heiße Innovationsideen für Guitar Rig 4, über die ihr reden könnt?

Wir planen neue Module und untersuchen weitere Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich des Modelings und des Workflows. Wir wollen auch in Zukunft den Standard im Bereich Gitarrensoftware setzen.

Interview: Felix Scharlau

.: www.native-instruments.de :.



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aus Intro #156 (Dezember 2007 / Januar 2008)
 
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