DM-1

Beamer

[Epson / ca. EUR 650]

13.09.2007, 17:31, Text: Gregor Wildermann

Anwendungsbereich: Beamer

Was ist: Es dauert nicht lange, um als passionierter Wii-Spieler die Notwendigkeit neuer Anschaffungen einzusehen. Denn selbst bei einem großen Flachbildschirm drängelt man sich bei mehreren Mitspielern vor dem Screen und wünscht sich, gleich die ganze Wand in einen Tennisplatz, einen Mario-Soccer-Court oder eine Bowlingbahn zu verwandeln. Zur Anschaffung eines teuren Beamers für normalerweise 1000 Euro aufwärts kann man sich aber verständlicherweise auch nicht mal eben so durchringen. Dieses Dilemma erledigt mit einem Kampfpreis nun der DM-1 von Epson. Und mit dem eingebauten DVD-Player will die Firma zudem eine All-in-one-Lösung anbieten, die für den Preis so noch nicht zu haben war.

Handling: Der Beamer mit dem Gewicht und der Größe von vier Milchtüten wird schon vom Hersteller in einer Tragetasche und mit eingebautem Tragegriff geliefert. Löblich. Auch sonst verspricht das Plug&Play-Prinzip selbst Technikhassern keine großen Anschlusshürden. Der eingebaute USB-Anschluss erweist sich als gute Alternative zum üblichen Foto-Clash am Laptop.


Das Bild des LCD-Projektors kann man im Optionsmenü noch auf verschiedene Bildquellen einstellen, was je nach Film, Game, Foto oder Lichtverhältnissen im Raum immer wieder ausgiebig genutzt werden sollte, will man das beste Ergebnis auf der (Lein-) Wand sehen.

Was bleibt: Ein bisschen Mut zur High-End-Kluft sollte man bei der Anschaffung schon haben, denn die relativ niedrige 480p-Auflösung und die zwei eher bescheiden klingenden 8-Watt-Boxen dürften Kinofans eher mit enttäuschten Augen zurücklassen. Auch der \\\"spezielle Bildmodus für Gamer\\\" liest sich auf dem Papier schöner, als die gebeamte Wirklichkeit aussieht. Trotzdem: Der DM-1 bietet Wii-Spielern die vielleicht beste Möglichkeit, auch auf großer Leinwand zu brillieren. Und die sonst eher bescheidene Grafik der Wii-Spiele fällt auf diesem Beamer kaum noch auf.

Glanzlicht: Manchmal sind es die einfachen Ideen, die den Unterschied machen. Und wer hätte gedacht, dass man einen Tragegriff mal als Gipfel der Praktikabilität bezeichnen würde? Aber so nimmt man vielleicht tatsächlich mal den Beamer in die Hand und marschiert zur nächsten Spielsession, anstatt dort wie bisher nur über das schlechte Bild zu jammern.



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aus Intro #154 (Oktober 2007)
 
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