Pocket POD

Amp-Modeler

[Line 6 / ca. EUR 99 ohne Netzteil]

13.09.2007, 17:26, Text: Klaas Tigchelaar

Anwendungsbereich: Mini-Amp-Modeler für E-Gitarre

Was ist: Mit dem Ur-POD hat die junge Firma Line 6 Ende 1998 für großes Aufsehen gesorgt. Nahezu alle Verstärkerklassiker und ein Haufen Effekte in einem nierenförmigen Plastikkästchen - das war tatsächlich revolutionär und kam soundtechnisch erstmals ziemlich nah an die echten Teile ran. Nun gibt es mit dem Pocket POD die bewährten Amp-Klassiker und Effekte im Westentaschenformat. Wahlweise mit Netzteil oder vier Alkaline-AAA-Batterien betrieben, kann nun auch im Wald, Auto oder Gummiboot gerockt werden.

Handling: Wer schon mal einen POD in Händen hatte, wird sich sofort zurechtfinden. Mit dem Steuerkreuz neben dem beleuchteten Textdisplay wählt man das Amp-Modell aus, mit den vier doppelt belegten Drehknöpfen können Verzerrung, Effekte, Delay und Lautstärke sowie einige Tonkorrekturen vorgenommen werden, ein Stimmgerät ist natürlich auch an Bord. An der Frontseite befinden sich Anschlüsse für die Gitarre (große Klinke), 9-V-Gleichstrom-Netzteil und CD/MP3-Player (Miniklinke) sowie Amp-out und der Stereo-Miniklinkenausgang für Kopfhörer, Aktiv-Monitor, PA oder Aufnahmegerät. Zusätzlich bietet der Pocket POD einen USB-Ausgang, die Verbindung zum Computer ist jedoch dem Vyzex-Editor vorbehalten, der kostenlos auf der Line-6-Homepage bereitliegt und mit dem man alle Parameter des Winzlings abändern und speichern kann. Da nur MIDI-Daten übertragen werden, kann der Anschluss leider nicht als Guitar-to-USB-Schnittstelle genutzt werden.


Was bleibt: Anwendungsmöglichkeiten, Sound und Amp-Vielfalt sind vergleichbar mit dem großen Bruder POD 2.0, aber durch die Batteriespeisung eben völlig unabhängig vom Stromnetz. Vier bis sechs Stunden hält der Pocket POD so durch, dann müssen neue Batterien rein oder auch leistungsstarke NiMH-Akkus. Der Hersteller rät wegen der niedrigeren Voltzahl zwar von Akkus ab, der Umwelt zuliebe kann man trotzdem welche reinstecken, allerdings halten sie nicht so lange durch wie die Einweg-Stromspeicher. Eigentlich braucht man den großen POD gar nicht mehr, zumal das Pocket-Modell preislich nun wirklich für jedermann erschwinglich ist.

Glanzlicht: Passten auch noch rein: 300 Artist-Presets mit Gitarrensounds von u. a. Tim Wheeler (Ash), Björn Ågren (Razorlight), Keeley Davis (Sparta) oder John Lefler (Dashboard Confessional).



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aus Intro #154 (Oktober 2007)
 
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