AXiS Natural Midi Keyboard

MIDI-Controller

[c-thru-music.com / ca. EUR 1060]

26.03.2007, 06:00, Text: Christian Werthschulte

Was ist: Was nach einem Brücken-Überbleibsel aus den ersten „Raumschiff Enterprise“-Folgen aussieht, ist in Wahrheit eine neuartige Form von MIDI-Controller. Bei der Steuerung von Klangsynthese bilden mittlerweile die klassischen Klaviertastaturen den Standard. Schuld daran ist Synthesizer-Pionier Robert Moog, der seine Geräte für die wenig technikaffinen Rockband-Keyboarder attraktiv machen wollte, indem er ihnen eine Orgel vorgaukelte. Mit der Einführung des MIDI-Standards 1984 zementierte man diese Entwicklung. Seitdem heißt „Synthesizer spielen“ leider fast immer auch „Keyboard spielen“. Das AXiS Natural Midi Keyboard bringt jetzt ein wenig Bewegung in die festgefahrenen Bahnen der Musiksteuerung.
Handling
: „Even DJs can use it“, verspricht der Hersteller C-Thru-Music auf seiner Website, und tatsächlich wirkt die Bedienung des Geräts erstaunlich leichtgängig.

Die sechseckigen Tasten sind ähnlich der Tastatur eines Akkordeons auf dem grauen Metallgehäuse verteilt. Eine einzelne Oktave wird auf 30 Tasten abgebildet. Auf der vertikalen Achse sind die Töne im Abstand einer Quinte angeordnet, auf den beiden Diagonalen in dem einer kleinen und großen Terz. Dur- und Moll-Akkorde sind also nicht schwierig zu finden: einfach den Grundton drücken, dann die Taste drüber und eine der daneben liegenden Tasten – fertig ist der einfache Dreiklang. Jeder Akkordform liegt ein ähnlich einfaches Schema zugrunde, das zudem im Handbuch komplett abgebildet ist. Das Spielen der Akkordbegleitung lässt sich dann mithilfe dieser Griffschemata leicht erlernen, und nach kurzer Eingewöhnungsphase klappt die Akkordbegleitung gut und deutlich schneller als auf der Klaviertastatur.
Was bleibt: Für Nicht-Pianisten stellt das Natural Midi Keyboard eine interessante Alternative dar, komplexe Akkordfolgen lassen sich unkompliziert realisieren. Allerdings wirkt das Spielen einer einfachen Melodie gegenüber der Klaviatur nur wenig einleuchtend. Bedauerlich ist zudem die geringe Zahl an Drehknöpfen und die Abwesenheit von Fadern, die mittlerweile selbst bei MIDI-Keyboards des unteren Preissegments zum guten Ton gehören. Daher scheint sich das Gerät eher an die MusikerInnen zu wenden, die ihren Laptop gerne als Abspielstation für voluminöse Instrumentensamples oder General-MIDI-Sounds gebrauchen. Für Frickler eignet sich das Natural Midi Keyboard so leider nur begrenzt.
Glanzlicht:
Das Natural Midi Keyboard bietet kinderleichte Akkordbegleitung auf Knopfdruck.



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aus Intro #148 (April 2007)
 
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