Omen TuneUps Wireless S805

Wintersporthelm mit Kopfhörer und Bluetooth-Schnittstelle

[Giro / www.giro.com; Komplett-Set EUR 449,95 / nur TuneUps Wireless S805 EUR 299,95 / nur Omen EUR 229,95]

20.11.2006, 06:00, Text: Bodo Scheup

Anwendungsbereich: Wintersporthelm mit Kopfhörer und Bluetooth-Schnittstelle

Was ist
: Der Winter kommt und mit ihm Schnee, Pistenspaß und Snowboardfreuden. Gut behelmt fährt sich’s natürlich am besten; zum vollkommenen Skipistenglück fehlt dann nur noch der passende Soundtrack auf Dauerrotation und zwischendurch ein Schwätzchen mit den FreundInnen. Damit jetzt endlich Schluss ist mit halbgaren Kopfhörer-unter-der-Kappe-Experimenten, hat sich Giro, führender Helmausstatter im Freizeitbereich aus Santa Cruz, mit Motorola verbündet und gemeinsam das Bluetooth-Kopfhörer-System TuneUps Wireless S805 entworfen, das die Giro-Helme, wie z.

B. das von uns getestete Modell “Omen”, mit der Funktionalität von MP3-Player und Handy kurzschließt.

Handling
: Auf die Mütze, fertig, los! Im Prinzip erklärt sich der Helm mit integriertem Kopfhörer von selbst. Der paradiesische Zustand aus Snowboarden und Telefonieren und Musikhören gleichzeitig ist allerdings nicht ganz ohne Voraussetzungen zu erreichen. Wär ja zu schön, um wahr zu sein! Bluetooth heißt das Zauberwort, das inzwischen sicher schon die Runde gemacht hat und einen Standard für drahtlose Vernetzung bezeichnet. Für Musikplayer wie den iPod z. B. gibt’s entsprechende Bluetooth-Adapter, zum Telefonieren muss natürlich auch das verwendete Handy Bluetooth-fähig sein und zusätzlich das A2DP (Advance Audio Distribution Profile) an Bord haben, wenn über das Handy auch MP3s abgespielt werden sollen. Bis hier alle Verbindungen zu TuneUps stehen, kann schon ein kurzfristiges Vergraben in die Gebrauchsanweisungen der einzelnen Teile nötig sein. Aber dann ist die Bedienung ein Kinderspiel. Die TuneUps-Kopfhörer verfügen pro Ohrmuschel über genau einen Knopf, einmal für die Musik (Play, Pause, Stopp – alles in einem), einmal fürs Telefonieren (Anruf annehmen, wieder auflegen), außerdem gibt’s an der Außenseite der Kopfhörer noch zwei Drehregler, am rechten Ohr zum Vor- und Zurückspulen, links für lauter und leiser. Die Regler sind leicht zu bedienen, im Test ging das sogar noch mit meinen behandschuhten Patschhändchen. Noch was vergessen? Ach ja, das integrierte Mikro. Schließlich ist es gar nicht so schlecht, bei einem Telefongespräch auch selbst mal mitreden zu können.

Was bleibt
: Wieder sind wir der Vision vom Cyborg ein Stück näher gekommen. Ab diesen Winter tummeln sich dank Giro und Motorola die voll vernetzten und kommunikationsfähigen Musik- und Schneesport-Freaks auch auf der Skipiste eurer Wahl. Und das Cyborg-Köpfchen ist dabei in den schicken Helmen auch noch geschützt.

Glanzlicht
: Weil sich auch der Klang der TuneUps-Kopfhörer wirklich sehen lassen kann, ist es möglich, die Hörmuscheln rauszuschrauben und im Handumdrehen auf einen mitgelieferten Kopfbügel zu montieren. Ein schöner Mehrwert, denn es wäre doch zu schade, die Bluetooth-Hörerchen z. B. im Sommer im Helm versauern zu lassen.



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