Battery 3

Software-Sampler

[Native Instruments / EUR 199]

23.10.2006, 12:25, Text: Peter Wolff

Was ist: Dass Drum-Sampling keine schlechte Sache und Native Instruments im Software-Sampler-Segment wohl eine der innovativsten, aber doch Mainstream-tauglichsten Marken ist, dürfte wohl niemanden mehr überraschen. Und pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum brachte die Firma gleich eine ganze Reihe neuer Soft- und Hardware auf den Markt. Neben Produkten wie NI Kontrol, Absynth 3 oder Massive reiht sich die dritte Auflage von Battery in die Galerie ein. Battery ist wohl eines der kompetentesten Drum-Sampler-Konzepte, die derzeit auf dem Markt kursieren. Anhand einer Oberflächenmatrix können intuitiv Drumsamples und Audiofiles jeglicher Art via Drag & Drop auf sogenannte Sample Cells verteilt werden. Die einzelnen Sample Cells können dann problemlos über ein Keyboard und/oder einen Sequencer angesteuert werden. Besonders die Einfachheit der Einbindungsmöglichkeiten in alle Sequencer-Umgebungen macht Battery seit seiner Geburtsstunde zu einem unerlässlichen und äußerst handlichen Tool fürs Sounddesign. Mal sehen, was Teil #3 so bringt.


Handling: Was bei Version #2 von Battery ganz klar fehlte, waren ausreichend Editierfunktionen und Effekte. Standards gab es zwar, allerdings waren dieses Anwendungen eher unzureichend. Bei Battery 3 gibt es nun einen Cell-Effekt-Weg und eine übergeordnete Master-Effekt-Sektion sowie verbesserte Dynamik-Prozessoren wie Compressor und Limiter. Verbessert wurden auch das Handling und die Parameter des neu aufgesetzten Lo-Fi-Effektes. Das neue Screendesign erlaubt es, alle Editierparameter einer Samplezelle über Karteikarten aufzurufen. Das macht vor allem beim Wave-Editor Sinn, der jetzt eine eigene Oberfläche besitzt, über die alle gängigen Wave-Editierfunktionen ausgeführt werden können. Im Übrigen können über die neue Beat-Sync-Funktion geslicete Rhythmen in den Formaten Apple Loop, REX, Acid Wave und Beat Creator an verschiedenste Tempi synchronisiert werden, was aber eher für fortgeschrittenere User von Bedeutung sein dürfte. Was noch zu erwähnen bleibt, ist die für Native Instruments mal wieder nicht unübliche majestätische Sample Library mit mehr als 4.000 Drum-Sounds. Da sollte sich für jeden etwas finden, der sich nicht die Mühe machen will, nur mit eigenen Sounds zu arbeiten.

Was bleibt: Für Battery-User ist die neue Version ein absolutes Muss, da essenzielle Funktionen zum Teil massiv verbessert wurden. Aber auch Battery-Neueinsteiger werden es durch die verbesserte Oberfläche einfacher haben, da das meiste selbsterklärend und intuitiv zu bedienen ist und Battery dadurch mehr und mehr zum Performance-Tool wird, was sowohl die Studio-Arbeit als natürlich gerade Live-Einsätze zu einem Erlebnis macht. Zudem liegt der Preis mit 199 Euro (UVP des Herstellers) in einem annehmbaren Rahmen.

Glanzlicht
: Endlich gibt es einen brauchbaren Wave-Editor innerhalb des Programms zum einfachen Bearbeiten von Audio-Dateien. Der ist vor allem für kreative Battery-User von Interesse, die aus jeglichen Audio-Fragmenten (egal, was es ist oder war) ihre eigenen Drum-Sets zusammenbasteln möchten.



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aus Intro #144 (November 2006)
 
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