iBand

Social-Networking-Handschuh

[Media Lab Europe]

17.07.2006, 08:00, Text: Felix Scharlau, Felix Scharlau

Die meisten von uns stehen knietief im Dispo, gleichzeitig aber auch voll im Arbeitsleben. Es herrscht Prekarisierung, wohin man schaut. Bei fünf verschiedenen Jobs, die einen nur zu 60 Prozent finanzieren, wird dabei eins immer wichtiger: gute und viele Kontakte. Jene kann man ganz klassisch mit analogen Visitenkarten aufbauen, die unters potenzielle Arbeitgebervolk geworfen werden. Dass eine Vielzahl von ihnen dort aber lediglich als Joint-Filter endet – sicherlich mehr als nur ein böses Gerücht. Abhilfe könnte da vielleicht iBand schaffen. Das elektronische Handschuh-Tool tauscht nämlich zwischen den Hände Schüttelnden digitale Informationen aus, die weit über das Visitenkartenübliche hinausgehen.

Noch gibt es zwar nur Prototypen des Geräts, aber bald wird ein bloßer Händedruck für umfassenden Datenaustausch und eine steile Karriere eines jeden Besitzers sorgen. Die Informationen erscheinen nach dem Schütteln auf dem Display des anderen und können für späteren Gebrauch abgespeichert werden. Aber iBand könnte nicht nur Social Networking revolutionieren. Auch internationale Geheimbünde und Terrorgruppen werden ihren Spaß damit haben. Arbeitslose, Freimaurer, Al Kaida oder CIA: Da ist doch ausnahmsweise mal für jedeN etwas drin.



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aus Intro #141 (August 2006)
 
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