Musikmesse Frankfurt

29.03.-01.04.2006

[Internationale Fachmesse für Musikinstrumente, Musiksoftware und Computerhardware, Noten und Zubehör]

25.04.2006, 13:03, Text: Bettina Gutsohn, Bettina Gutsohn

Kann man sich ein Leben ohne Messen überhaupt vorstellen? Im Prinzip ganz gut. Das galt im Falle der Frankfurter Musikmesse eigentlich schon Anfang der 90er. So toll die Momente waren, die nach dem Kauf mit all dem dort vorgestellten Equipment generiert werden konnten, so dröge und uncool erfolgte vor Ort die Präsentation desselben. Auch 2006. Zu sehen gab es nur wenig Wegweisendes (einiges wird hier aber in den nächsten Monaten vorgestellt werden), dafür war der Hool-Faktor vor Ort wieder unlimited. Go-go-Tänzerinnen warben go-go-tanzend für DJ-Mischpulte, Software-Vertreter brüllten via Headsets neue Editierungs-Features ins Rund, und seelenlose Session-Gitarristen dudelten die neue Technik zu Staub.

Im zugigen Übergang zwischen zwei Hallen bemalte Heinz Hoenig im Rahmen einer Aktion für psychisch traumatisierte Kinder stundenlang Holz-Stiere (ein Großteil davon mutterseelenallein an einem Tisch sitzend) und wirkte selbst etwas traumatisiert vom Treiben neben ihm – klar, nicht jeder will neben dem “Speed Drumming Contest” sitzen müssen.

Der Stier, malend

Ach so: Im Hintergrund dudelte ununterbrochen Nena. Aber es gab auch Highlights: Fender bringt eine “Hello Kitty”-Gitarren-Edition raus, und im Café saß das legendäre Nescafé-Werbe-Testimonial (“Isch abe gar kein Auto”) neben uns. Das war ein schöner Moment.



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aus Intro #138 (Mai 2006)
 
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