
D.2
Battle-DJ-Mixer mit Fire Wire Audio Interface
28.03.2006, 10:40, Text:
Jörg Koch,
Jörg Koch
Mackie / ca. EUR 700
Anwendungsbereich: DJ-Mixer mit Fire Wire Audio Interface
Was ist: Mackie, bekannt in erster Linie als Hersteller von Studiomischpulten, macht mit dem D.2-DJ-Mixer eine neue Produktlinie auf. Nachdem sich der amerikanische Hersteller neben den hochwertigen Studiopulten zunehmend auch bei Abhören, Verstärkern oder Software engagiert hat, wird mit dem D.2 ein weiteres nahe liegendes Geschäftsfeld aufgerollt. Wer die Mackiepulte kennt, die fast schon als ein Standard im Studiobereich angesehen werden können, ist gespannt, steht der Name schließlich für höchste Tonqualität und Zuverlässigkeit.
Handling: Der Clou liegt im Interieur. Neben der Fire-Wire-Schnittstelle gibt's hochwertige Schaltungen und Bauteile für das volle Klangerlebnis, einen optischen Fader (wie halt auch bei so einer prä-optischen Maus der verschmutzte Trackball reichlich nervte) für lange Lebensdauer und eine stabile Verarbeitung. Der Rest ist in Battle-Mixer-Manier recht übersichtlich gehalten, zwei Kanäle mit je drei wählbaren Eingangssignalen (Phono, Line, Fire Wire), ein Mikrofonkanal, anpassbare Fadercharakteristik und anpassbarer Widerstand des Crossfaders, natürlich ein dreistufiger EQ mit Kill-Funktion sowie zu guter Letzt ein Effektweg und ein Mute Switch. Das Gerät ist strikt auf Funktionalität ausgerichtet und verzichtet auf alle weiteren Späßchen, ist aber ansonsten reichlich durchdacht. Bis zum Netzteil, das weltweit ohne Netzspannungstransformatoren betrieben werden kann. Für die Vielflieger, die gerne das eigene Pult mitbringen.
Was bleibt: Wer sich entschlossen hat, seine Platten weiterhin zu tragen, anstatt das ganze Set über in den Laptop zu stieren, kann mit dem D.2 trotzdem bei der digitalen Revolution mitmachen und muss sich nicht mehr ganz so doll den Vorwurf gefallen lassen, altmodisch zu sein. Und klingen tut's auch noch besser.
Glanzlicht: Dass der Mixer in beiden Richtungen als Audio Interface für den Rechner benutzt werden kann, ist vermutlich das herausstechende Merkmal des D.2, auch wenn Verarbeitung und die Klangqualität einiges an Freude versprechen.
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