Ixus 700

Digitalkamera

19.07.2005, 18:27, Text: Sandro Boege, Sandro Boege

Canon / ca. EUR 500

Aufgepasst, Pixelfetischisten! Im Namen ist es schon versteckt: Mit der Ixus 700 hat Canon nun auch in der Serie der extrem kompakten eine Kamera im Angebot, die Dateien mit sieben Megapixeln ausspuckt. Zwar ist es genau dieser Wert, der im Grunde am wenigsten über die (Bild-) Qualität einer Kamera sagt, aber dennoch hat Canon sich hier Mühe gegeben, die Qualität zu steigern. Im Herzen der Ixus 700 schlägt nun der bewährte DIGIC-II-Prozessor, welcher auch schon seit längerem bei der digitalen EOS-Serie zum Einsatz kommt. Dieser hat den Vorteil, dass die kleinen Nano-Männchen darin so schnell arbeiten, dass die Kamera unter anderem in fast Augenzwinker-schnellen 1,4 Sekunden eingeschaltet und einsatzbereit ist.

Aber natürlich hat die Ixus dadurch auch in allen anderen Belangen, speziell natürlich im Bereich der internen Daten-Verarbeitung, deutlich an Geschwindigkeit zugelegt.

Ihrer Kreativität haben die Canon-Ingenieure vor allem wieder bei den Belichtungsmodi freien Lauf gelassen. Da hat man beim so genannten \"My Color Mode\" die Option, seine Fotos vor dem Speichern durch diverse Farbfilter zu jagen, als da wären: Diafilm, heller Hautton, dunkler Hautton, kräftiges Blau, kräftiges Grün, kräftiges Rot, Farbakzent, Farbe ersetzen und individuelle Farbe. Das dürfte vor allem interessant für diejenigen sein, die ihre Bilder später am liebsten überhaupt nicht nachbearbeiten wollen. Noch fauler kann man dank der \"Special-Scene-Modi\" werden, denn hier hat man die Option, die Kamera schon im Voraus auf diverse Situationen seelisch vorzubereiten: etwa Portrait, Laub, Schnee, Strand, Feuerwerk, Unterwasser, Innenaufnahmen, Kinder & Haustiere, Nacht-Schnappschuss.

Eine leichte Optimierung hat auch die Optik erfahren. Wo sich der Zoom der Ixus 500 noch in einem Brennweitenbereich von 36-108 mm (KB-Format) bewegte, so arbeitet die 700er-Ausführung nun in einem Bereich von 37-111 mm (KB-Format). Das ist zwar so nicht unbedingt nennenswert, aber man hat hier auch die Abbildungsqualität im Vergleich zum Vorgänger noch etwas steigern können. Einziger Wermutstropfen ist die Anfangsöffnung von 4,9 im Telebereich, die gegenüber dem Vorgänger genau gleich geblieben ist. Aber man kann ja nicht alles haben.

Videoaufnahmen sind maximal mit einer Auflösung von 640x480 bei 30 Bildern pro Sekunde realisierbar. Pro Video ist die Aufnahmedauer auf 1 GB begrenzt, was in so gut wie allen Fällen mehr als ausreichen dürfte. Alles in allem schlägt sich die neue Ixus 700 in fast sämtlichen Disziplinen gut bis sehr gut. Auch das geringe Gewicht von 189 g und die Ixus-typischen Brusttaschenmaße samt hübschem Metallgehäuse lassen die Kamera in einem guten Licht erscheinen. Wäre da jetzt nicht die ausgeschriebene Preisempfehlung von sage und schreibe 499 Euro, man könnte sie wohl jedem, der eine möglichst kleine Digitalkamera sucht, uneingeschränkt ans Herz legen. So liegt sie allerdings leider eher im oberen Bereich, wenn man sie mit ihren Konkurrenzmodellen vergleicht.



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aus Intro #130 (August 2005)
 
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