
K 28 NC
Kopfhörer mit Rauschunterdrückung
28.06.2005, 12:06, Text:
Bodo Scheup,
Bodo Scheup
AKG / EUR 119,-
Der Wonneproppen gegenüber erzählt lautstark von seinen emotionalen Bedürftigkeiten, daneben telefoniert der Geschäftsmann schon zum vierten Mal mit Mama, und draußen vor der Fensterscheibe rattern die Gleise bzw. röhrt das Triebwerk ohne Ende. Man kennt das: Unannehmlichkeiten des Reisealltags, die nur allzu oft den eigenen Musikgenuss vergällen. Eingequetscht ins Zugabteil oder den Flugzeugrumpf, wünscht man sich sehnlichst einen Beam-Knopf herbei, eine Isolationszelle oder eventuell einen Kopfhörer, der lautstark genug ist, um das ganze Gequatsche zu übertönen. AKG will allen derart Geplagten zur Seite stehen und tritt mit dem explizit als Reisekopfhörer designten Modell K 28 NC den Kampf gegen schallverschmutzte Umwelt an.
Das Teil ist in geschlossener Bauweise realisiert, ansehnlich laut und mit einer Geheimwaffe ausgestattet: einer kleinen Box, die die so genannte aktive Geräuschunterdrückung beherbergt. Die funktioniert im Detail so, dass der niedrigfrequente Umgebungslärm mit Hilfe von Mikros erfasst und umgepolt (Wellenberg wird zu Wellental) gegen sich selbst eingesetzt wird, wobei er sich im Idealfall aufhebt. Das klappt natürlich am besten, wenn die störende Geräuschquelle möglichst einförmig tönt. Die tieferen Frequenzen werden dann deutlich hörbar abgeblockt bzw. ausgelöscht, spitzeres Rauschen dringt nach wie vor durch. Falls sich die Umgebung unterwegs von A nach B doch unerwartet ruhig präsentieren sollte, empfiehlt sich der Gebrauch mit ausgeschalteter Geräuschunterdrückung, denn diese produziert dann selbst ein nicht besonders lautes, aber klar wahrnehmbares, dichtes Rauschen, das im sowieso schon erhöhten Reisegeräuschpegel natürlich keine Rolle spielt. Angesichts der Eigenschaften des K 28 NC sei zum Schluss noch eine Bitte in eigener Sache erlaubt: Liebe IndividualverkehrsteilnehmerInnen da draußen auf Kick- und Skateboards, Rollerblades oder Fahrrädern: Bitte auf diese Geheimwaffe im Fußgängerzonenverkehr lieber verzichten, bevor ihr mich mitsamt meinen hart erkämpften Essensvorräten wieder mal zu Boden schickt!
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