
Guitar Combos
Gitarren-Amp-Simulation
28.06.2005, 12:00, Text:
Markus Meske,
Markus Meske
Native Instruments / ca. EUR 160
Jeder, der mal selbst in einer Band gespielt und sich in zugemüllten Proberäumen um sein Hörvermögen gebracht hat, weiß es: Mit Gitarristen ist das so eine Sache. Ganz egal, wie lange sie vor, während und nach den Songs an ihrem Verstärker und der Effekt-Geräte-Artillerie rumgeschraubt haben - sie sind nie zufrieden mit ihrem Sound. Und sie hören sich nie laut genug, selbst wenn alle Regler auf Anschlag stehen und der Rest der Band mit blutenden Ohren um Gnade bettelt.
Denen muss geholfen werden, dachten sich die Entwickler bei Native Instruments. Das Zauberwort heißt wie so oft \"Plug-in\".
Was bietet das Plug-in nun genau? Guitar Combos liefern in der großen Version drei Software-Gitarrenverstärker samt Effekten: AC Box Combo, Twang Combo und Plexi Combo erinnern nicht nur namentlich an ihre legendären Vorbilder in der analogen Welt. Von sanften, cleanen Sounds bis zum dreckig verzerrten Solo bleibt kein Klangwunsch unerfüllt. Wer eine bestimmte Soundrichtung bevorzugt und kein Interesse an den anderen Varianten hat, kann jede Amp-Version auch einzeln bekommen. Damit sind Guitar Combos quasi die kleinen und preiswerteren Geschwister vom Guitar Rig - der Native-Instrument-Vollbedienung für Gitarristen mit vier Verstärker-Emulationen. Basierend auf derselben Modelling-Technologie, stehen sie dem großen Bruder in Sachen Soundqualität aber in nichts nach.
Jeder der drei Combos besitzt eine eigene Kombination aus Amp, Cabinet und Mikrofon. Die Bedienung ist dank der leicht verständlichen und optisch am Original-Look des Verstärkers orientierten Oberfläche extrem einfach. Als zusätzliche Features gibt es Tuner, Noisegate und Limiter. Je nach Amp stehen außerdem noch unterschiedliche Effekte wie Fuzz, Overdrive und Delay zur Verfügung. Alle persönlichen Soundeinstellungen sind natürlich speicherbar. Wer keine Lust hat, lange am richtigen Sound rumzuprobieren, kann auf 100 Presets mit Sounds von bekannten Gitarristen oder Produktionen zurückgreifen.
Wenn man all das zu Hause ausprobiert hat und mit seinem Sound zufrieden und glücklich ist, kann man schließlich auch seinen Bandmitgliedern wieder unter die Augen treten. Guitar Combos können auch stand alone verwendet werden und sind damit in jedem modernen Sequencer auch für den Einsatz in allen Proberäumen und Live-Clubs der Welt gerüstet. Und wenn man sich als Gitarrist dann auf der Bühne trotz allem wieder nicht hört, kann man sich zumindest dran erinnern, wie gut das eigene Spiel zu Hause noch klang.
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