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Seit Ewigkeiten in Mode

Dieses Mal: Federn im Haar

28.07.2011, 15:30, Text: Aida Baghernejad

Federn als Haarschmuck sind einer der ältesten Trends der Menschheit. Erst Steinzeit-Fashionistas, später Medizinmänner und Indianerhäuptlinge, noch später Hausbesetzer und Hippies mit dreckigen Taubenfedern in den Rastas. Dieses tierische Accessoire ging schon oft. Jetzt wieder.

Eine Renaissance, mit der wohl niemand gerechnet hätte, steht an. Für den Festivalsommer 2011 empfehlen Vogue, InStyle und Co. Federkronen, von denen Sitting Bull und Crazy Horse (nicht zu verwechseln mit Flying Horse oder Red Bull!) nicht mal zu träumen wagten. Das Ganze in allen Farben des Regenbogens, mit Schnüren und Quasten und Blingbling galore. Lena Gercke, »Germany's Next Topmodel« Nummer eins, hat's auf dem Rock am Ring vorgemacht mit einer Kreation aus blauen Federn, bunter und größer als die Krone Montezumas. Der Indianer der Village People wäre auf jeden Fall neidisch gewesen.


Mit solch einer Federkrone auf dem Kopf hofft sich das einfache Indie-Mädchen in eine wilde Indie-anerin zu verwandeln. In jene exzentrische, glamouröse Hippie-Queen, die sie nie sein konnte, weil es das Germanistik-Studium in Marburg nicht zuließ. Aber Glamour und Exzentrik waren noch nie käuflich, und auch Lena Gercke kann sich noch so viele Federn auf den Kopf türmen – den Ruch von Biederkeit wird sie niemals gegen die Rock'n'Roll-Sexiness einer Kate Moss eintauschen können.

Federschmuck von Bitching und Junkfood, €170, www.urbanoutfitters.de



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aus Intro #195 (September 2011)
 
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