Patricia Field

Rothaarig und unüblich

23.10.2006, 06:00, Text: Susanne Pospischil

Geboren in New York City und zum Karrieremachen erzogen (wie sie selbst sagt), das sind schon mal gute Voraussetzungen, um im aufgeblasenen Modekosmos Fuß zu fassen – und dort auch berühmt zu werden. Ohne Patricia Field wäre Manolo Blahnik für viele nur ein gewöhnlicher spanischer Name, und Fitnesskurse wie “Stiletto Strength” könnten belächelt unter Mythologien der Großstadt abgetan werden. Anstelle dessen steht vornehmlich die amerikanische Kosmopolitin Schlange: vor den Showrooms des Schuhdesigners und den Wartelisten der Studios.


Heute sitzt Patricia Field als Grande Dame des Stylings ganz oben auf dem Thron der Modebranche – der Weg dahin sah im Stakkato so aus: eigene Boutique, Arbeit für diverse Serien, schließlich “Outstanding Costumes” bei “Sex & The City” mitsamt Grammy 2003. Jetzt hat sie im Rahmen ihrer Arbeit an dem Film “Der Teufel trägt Prada” eine Tasche entworfen. Nein, nicht eine, sondern die Tasche schlechthin: “La Rue Bag”. Natürlich ist diese in den USA schon ausverkauft. Wir können uns darauf verlassen, auch hierzulande dem Virus zu verfallen. Zum Filmstart am 12. Oktober ging das Objekt der Begierde in sämtliche Peek&Coppenburg-Filialen mit Boutique-Abteilung. Ob es noch da ist ...



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aus Intro #144 (November 2006)
 
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