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Vier Kurze, bitte

Aktuelle Games im Schnell-Check

12.10.2011, 17:06, Text: Felix Scharlau

Unser Games-Redakteur Felix Scharlau knöpft sich »Pro Evolution Soccer 2012«, »Monkey Island: Special Edition Collection«, »Dark Souls« und »Rage« vor.

Pro Evolution Soccer 2012
Für alle Systeme (Konami)
Eindrucksvolles Comeback des ewigen »Fifa«-Endgegners. Bestes Feature im neuen Teil ist die sogenannte »Teammate Control«, die erlaubt, sowohl bei Standard-Situationen als auch im laufenden Spiel mit dem rechten Analogstick einen zweiten Spieler in seinen Aktionen zu steuern. Vorbei die Zeit, als man der KI das Denken überließ und Pässe in dem Moment spielte, in dem der Computer-Mitspieler plötzlich von selbst abdrehte oder stehen blieb. Nicht vom unterschiedlichen Marketingaufwand der beiden Fußballsimulationen blenden lassen: »PES« ist noch lange nicht abgehängt.



Monkey Island: Special Edition Collection
Für Xbox 360, PS3 und PC (Activision)
Der erste und zweite Teil des Antipiraten-Piraten-Abenteuers auf einer Disc.

Wie zuletzt einzeln jetzt auch im Bundle jeweils in der klassischen Version und der aufgemotzten, nachsynchronisierten HD-Version, die man per Knopfdruck beliebig an- und abschalten kann, wenn man durch die Zeit reisen will. Als Bonus gibt es beide Soundtracks (allerdings nur die neuen) und ein paar lieblose Konzeptgrafiken. Interviews? Eine »Monkey Island«-Doku? Videos, durch die man lernt, drei Minuten lang die Luft anzuhalten? Fehlanzeige. Da wäre deutlich mehr gegangen.



Dark Souls
Für Xbox 360 und PS3 (Namco Bandai)
Beeindruckend trashig zunächst mal das Spielmenü des »Demon’s Souls«-Nachfolgers. Das Bestätigungsgeräusch beim Erstellen einer Figur für dieses Fantasy-Action-RPG ist allen Ernstes eine Art Rülpsen. Auch die Spielrealität zeigt sich nicht durchgängig auf dem aktuellen Niveau: Die Grafik wirkt etwas billig, die Farben komisch, der Spielspaß wird durch tausend Tode außerordentlich getrübt. Dennoch ein sehr ambitioniertes Genre-Game, das seinem Spieler immerhin ausgesprochen höflich die Abfuhr erteilt, wenn es im Pluralis Majestatis verlauten lässt: »Ihr seid gestorben.« Sind wir? Schon wieder?



Rage
Kristallklarer Post-Apokalypse-First-Person-Shooter im Stile des Films »Mad Max«. Beziehungsweise im Stile der Spiele »Fallout« und »Borderlands«. Beeindruckende Stimmung, schwache Story, viele Grafikprobleme: Sieht zwar toll aus, optische Details bauen sich aber nach jedem Kopfdrehen der Figur erst verzögert auf. Ein Shooter wie ein Red-Hot-Chili-Peppers-Album: hart/soft, freigeistig/domestiziert, cool/uncool. Man will sich nicht festlegen.



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