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Rock Of Ages

Freude am Plattmachen von Kulturgeschichte

12.10.2011, 16:48, Text: Dennis Kogel

Sind Spiele Kunst? Wen kümmert's, wenn man in »Rock Of Ages« mit einer Steinkugel durch Renaissance- und Rokoko-Landschaften rollt, um anschließend die steinernen Weichteile des »David« von Michelangelo zu verwüsten.

In einer ästhetisch schwer von Terry Gilliams Animationen inspirierten Geschichte rollen Spieler einen Felsen gegen die Tore von Feinden wie Zombie Sokrates. Dabei gilt es, ausufernde Kurse, die mit Fallen und Hindernissen gespickt sind, zu überwinden und gleichzeitig die eigene Burg in einer Taktikansicht mit Türmen, Katapulten und Kühen gegen feindliche Kugeln zu verteidigen. Was »Rock Of Ages« von Kugelroll-Games wie »Super Monkey Ball« unterscheidet, ist das Ziel des Rollens: Es geht hier nicht um punktgenaues Manövrieren, sondern um die Freude am Plattmachen von Kulturgeschichte, vergleiche eher die japanische »Katamari«-Reihe. Trotzdem frustriert »Rock Of Ages« durch seine Spielhaftigkeit: dämliche (wenn auch witzige) Endbosse, gelegentlich unfaire Strecken – vergeben und vergessen, wenn man mal wieder Marie Antoinette mit einem feuchten Platsch überrollen darf.

»Rock Of Ages« für PC und Xbox 360 (Download via Steam / Xbox Live / Atlus)



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