Kirby und das magische Garn
für Nintendo
29.03.2011, 14:13, Text:
Felix Scharlau
Neues Spiel des Klassikers.
Irgendwann legt sich die Aufregung in der Redaktion auch wieder: Es heißt tatsächlich doch »das« Garn und nicht »der«. Hatte Nintendo offenbar recht.[noad]. Okay. Der Hintergrundgeschichte dieses Kirby-Jump’n’Run-Wii-Spiels kann man aber trotzdem schon nach zwei Minuten Exposition nicht mehr folgen.
Nicht, weil die an dieser Stelle gern angeführte kulturelle Kluft zu Japan das verunmöglichte – sie ist einfach nur rasend schlecht erzählt. Dafür entschädigen die liebevoll gestalteten Levelwelten, die natürlich mehr als einmal Super Mario zitieren, für vieles: Die organischen Levels, bei denen auch Pflanzen und Spielfiguren aus Faden oder Stoff bestehen, wirken, als seien sie Teil eines großzügig ausstaffierten Kindertheaters. Kirby kann Gegner in deren Einzelfäden zerlegen, Stoff-Requisiten wie Vorhänge bewegen und seiner eigenen stofflichen Elastizität frönen. Dazu erklingt atmosphärische Klavier- und Orchestermusik. Von der Story mal abgesehen: ein Spiel wie ein Stück Hochkultur.
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