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God Of War 3

Oder: Definieren Sie schwierig

21.04.2010, 17:09, Text: Gregor Wildermann, Foto: Nora Halpern

Heute kegelt jeder Rentner auf der Wii, und Sechsjährige schlagen dich in „Mario-Kart“. Kurz: Jeder spielt sogenannte Casual Games. Sollten Videospiele jenseits von Verstand oder Anstrengung ausgestorben sein? Nein. Wer wirklich beeindrucken will, spielt dieser Tage „God Of War 3“, dessen Mythologieheld Kratos zuvor nur auf der PS2 und PSP auftreten durfte.

Beim neuen Teil verschlägt es Kratos in die Unterwelt. Das bietet beim Rachefeldzug gegen Zeus genügend Gelegenheiten, die Blutzirkulation manches Wesens der griechischen Mythologie transparent zu machen (Stichwort: Jugendfreigabe 18+). Die Waffenliste mit Namen wie Verbannungsklinge, Nemesis-Peitsche oder Hadesklaue klingt entsprechend wie aus der Urzeit der Videospiele. Aber eben weil hier die Quintessenz des klassischen und eben auch brutal fantasievollen Videospiels abgefeiert wird, sollte man es einmal in HD-Auflösung gespielt haben.




Flug-, Kletter- und Rätselpassagen sorgen für Abwechslung, und bei den Kämpfen fliegt die Kamera so tolle Fahrten, dass man beim Applaudieren den Controller fallen lässt. Genau genommen ist „God Of War 3“ ein Casual Game für Profis. Perfekt inszeniert und mit seinem Timing längst überfällig. Pädagogen werden sich übergeben, darüber kann man dann ja im Diskussionskreis „Warum immer Gewalt?“ ausführlich reden. Aber ohne die Rentner und Sechsjährigen: Die sind ja beschäftigt.

God Of War 3 für PS3 (Sony Computer Entertainment)



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