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Metro 2033

Tunnelblick

24.03.2010, 12:26, Text: Gregor Wildermann

Wer "Metro 2033" jenseits der beeindruckenden Grafik und Lichteffekte für einen stumpfen Shooter hält, übersieht einige sehr clevere Ideen, die ihren besonderen Reiz gerade aus dem apokalyptischen Cyberpunk-Setting und der Ressourcenknappheit im Untergrund beziehen.

Was haben James Bond, King Kong und Robin Hood gemeinsam? Bei allen Filmfiguren hat man bereits Dutzende Bilder im Kopf, und jede Abwandlung ist eine gelungene Überraschung oder vielleicht sogar eine Neuerfindung. Ähnlich ergeht es dem Shooter "Metro 2033", der die Geschichte des jungen Artyom erzählt: aufgewachsen in der Moskauer U-Bahn, die zwei Jahrzehnte nach einem Atomkrieg mit 180 Stationen und scheinbar unendlichen Tunnels ein idealer Schauplatz für den Kampf ums Überleben abgibt. Das Spiel des ukrainischen Entwicklers 4A Games basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage des russischen Autors Dmitry Glukhovsky (30), der seinen Roman bereits mit 17 Jahren als Onlineprojekt begann.


Wer "Metro 2033" jenseits der beeindruckenden Grafik und Lichteffekte für einen stumpfen Shooter hält, übersieht einige sehr clevere Ideen, die ihren besonderen Reiz gerade aus dem apokalyptischen Cyberpunk-Setting und der Ressourcenknappheit im Untergrund beziehen. Munition (die als offizielle Währung fungiert), Energie oder einfach nur die Luft wird für Artyom immer wieder zur Mangelware. Nur der geschickte Einsatz oder Tausch führt ans Ziel des nächsten Levels. Auch Ideen wie das Nachtsichtgerät, dessen Strom man mit einer recht lauten Handkurbel selbst erzeugen muss, führen zu extrem spannenden Momenten in der Dunkelheit der Gänge. Da wirkt es dann wie eine gute Zugabe, wenn das Spiel zur Wahrung der authentischen Atmosphäre auch mit russischem Originalton plus Untertitel gespielt werden kann.



Metro 2033 für Xbox 360 und PC (THQ)




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