Tekken 6
Interpolier mir die Fesse
24.11.2009, 16:48, Text:
linus volkmann
Ein neuer "Tekken"-Teil ist für Casual-Gamer, wie wenn es heißt: Krass, irgendwas von Roland Emmerich kommt in die Kinos. Also: "you win" - wenn auch mit sehr geringer Chance auf kulturelle Distinktion.
Egal. Außerdem gibt sich die "Tekken"-Reihe Mühe, dem Beat'em up eine Story, ja, eine Historie draufzupacken, die sich immer weiterspinnt. Auch diesmal, der alte Mann, der im letzten Teil seinen Sohn opferte ... Ach, wem mache ich was vor? Dieser Mist interessiert absolut niemanden! Wegdrücken, wegdrücken, nächste Zwischensequenz, hört das denn gar nicht auf? Ah, los geht's. Von wegen, im Kampagnen-Modus gelandet, sieht man sich plötzlich einem, klar, prügellastigen Action-Adventure gegenüber. Auch wegdrücken. Mit wie viel vermeintlich wertigem Ballast wird denn diese simple Erfolgsgeschichte noch zugekleistert?
Dann endlich eins gegen eins, die neuen Charaktere sind da. Sofort gemocht: ein aufgepimpter King (also der Puma), das boxende Känguru, der Panda, das Skelett mit Laserschwert in der Hand und einem Wagenrad auf dem Rücken und der Baumstamm. Klingt für Außenstehende vielleicht albern, ist aber total fies und gemein umgesetzt. Natürlich gibt's top neue Schauplätze, durch die Gegend fliegende Hängebauchschweine beim Kampf im Stall, und auch in den "unauffälligeren" Charakteren finden sich neue Highlights wie die Frau mit den Motorsägen-Armen oder der fette Ted-Boy, der nach einem siegreichen Kampf seine Lederhandschuhe küsst. Wer noch mehr wissen muss, wird weggedrückt.
Tekken 6 für PS3, Xbox 360 und PSP (Namco Bandai)
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