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Dominion

Spiel des Jahres

15.09.2009, 17:39, Text: Jasper Nicolaisen

Das diesjährige „Spiel des Jahres” überrascht bei der Brettspielaufmachung mit einem an Sammelkartenspiele wie „Magic” erinnernden Prinzip. Die Spielenden stellen sich im Laufe des Spiels aus einem Kartenvorrat ein eigenes Deck zusammen, das ihr Königreich verkörpert.

Dazu gehören Gebäude, Einwohner, Industrien, Ressourcen und Militär, die jeweils Siegpunkte, zusätzliche Aktionen und Geld abwerfen, womit das eigene Reich durch wiederum neue Karten vergrößert werden kann.


Gewonnen hat am Ende, wer den höchsten Punktwert zusammengelegt hat. Dominion” ist auch dank der guten Anleitung leicht zu lernen und macht sofort Laune. Mit etwas Erfahrung offenbart das simple Spielprinzip einiges an taktischer Tiefe, sodass auch alte Strategiehasen langfristig gefesselt werden. Die ansprechende Gestaltung der Karten trägt ebenfalls dazu bei, dass man doch immer noch mal ein Königreich hinlegen möchte. Außerdem entspricht hier endlich einmal die Werbeaussage, dass das Spiel auch zu zweit Spaß mache, voll und ganz der Wahrheit.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Spielprinzip nicht allzu viel Interaktion zwischen den Mitspielenden aufkommen lässt. Die Möglichkeiten, anderen ins Handwerk zu pfuschen oder Allianzen zu schmieden, sind einfach zu begrenzt. Zudem scheint es gut informierten Brettspiel-Geeks zufolge eine Reihe von „Killerstrategien” zu geben, die das Spiel sprengen und unter Garantie zum Gewinn führen. Trotzdem das erste „Spiel des Jahres” seit Langem, das den Kauf wert ist.

Dominion Brettspiel von Donald X. Vaccarino (Hans im Glück)



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aus Intro #175 (September 2009)

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