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Pixelmüll der Ausgabe #171

Bikini Zombie Slayers

05.05.2009, 18:31, Text: Felix Scharlau

"Bikini Zombie Slayers"? So heißen normalerweise nur fiktive Videospiele in "Die Simpsons". Aber Satire wäre nicht Satire, wenn das humoristische Konstrukt nicht auch mit ein bisschen Fantasie real existieren könnte.

Und tatsächlich: Der japanische Publisher D3 veröffentlichte dieser Tage ein Spiel, das die beiden kommerziellen Erfolgsgrundpfeiler Sex & Gewalt wenig euphemistisch benennt und trashsymbiotisch ins Rennen schickt. Der Inhalt des Spiels ist schnell erzählt: Man spielt eine Bikini tragende Schwertkämpferin, die Zombies abschlachtet, als würde sie sich in einer Fließband-Metzgerei im Akkord verdingen.

Aufgewertet wird ihre Möchtegern-laszive Erscheinung dadurch, dass sie einen Stripperinnen-Cowboyhut trägt. Also: Bikini mit Cowboyhut. Und das Ganze getragen nachts bei den Zombies auf dem kalten Friedhof. Brrr. Die armen Zombies wissen übrigens gar nicht, wie ihnen geschieht. Wie Kälber in der Schlachtfabrik treibt die erschreckend linear gehaltene Spielarchitektur (Zäune, Zäune und nochmals Zäune) die harmlos wirkenden Untoten der japanisch sprechenden Bikini-Frau in die Arme. Wer ist hier eigentlich Täter, wer Opfer? Hm. Dazu gibt es Gitarrenmusik, die klingt wie ein Bienenschwarm. Es tut so weh.

Onechanbara - Bikini Zombie Slayers für Wii
Onechanbara - Bikini Samurai Squad für Xbox 360
(D3; Koch Media)



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aus Intro #171 (Mai 2009)
 
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