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Politik im Spiel 4

Serious Games - Wer nicht hören will, muss spielen

27.01.2009, 18:07, Text: Jan Bojaryn

Am Ende steht die Erkenntnis: Videospiele können pädagogisch, aufklärerisch oder subversiv sein - wenn sie nur wollen. Jan Bojaryn zum Abschluss unserer Serie "Politik im Spiel" über das Phänomen "Serious Games" und seine spannendsten Vertreter.

Dass niemand etwas über ernsthafte Probleme wissen will, ist ein beliebtes Klischee. Alle suchen nur nach Unterhaltung. Aber was ist, wenn die Spielunterhaltung schlau macht und den Blick für Politik schärft?


Ein erfolgreicher Vertreter der frischen Denkweise ist das "Mc Donald's Video Game". In dem millionenfach aufgerufenen satirischen Strategiespiel - das selbstverständlich nicht von Mc Donald's selbst entwickelt wurde - gilt es, einen Fastfood-Konzern zum Imperium auszubauen. Von der Urbarmachung des Weidelandes bis zum Verkauf an der Ladentheke reicht die Handelskette im Spiel. Und wer erfolgreich sein will, der spielt schnell schmutzig. Warum teuer füttern, wenn es mit Tiermehl billiger geht? Muss man nicht auch die Chefetage mit schnellem Profit zufrieden stellen? Solche Fragen stellt man sich als Fürst des Imperiums und vollzieht damit nach, wie unethisches Management überhaupt entsteht.

Dass Lernen durch Simulation am besten funktioniert, wissen wir eigentlich alle. Durch Spielen trainiert haben wir schon immer. Aber der Computer als Medium simuliert auch komplexe Szenarien. Flugunterricht, Börsenspekulation - was wir als Modell kaum begreifen, können wir simulieren und über die Auseinandersetzung verstehen. Und die Simulation kann sogar Spaß machen.



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