De Blob
War On Colour
27.10.2008, 12:15, Text:
Jan Bojaryn
INKT ist ein totalitäres Regime wie jedes andere auch: humorlose Knüppelschwinger, denen man heimlich das Haus bunt streichen müsste. Deswegen macht "De Blob" einen Heidenspaß - weil man genau das tut.
Das Spiel fängt einfach an und bleibt es die meiste Zeit auch: Der Blob rollt durch die grauen Häuserschluchten, tankt laufend Farbe nach, mischt Töne und schleudert sich dann auf Widersacher oder Häuserwände. Weder das Zeitlimit noch die Angreifer noch Missionen stellen geduldige Spieler dabei vor große Herausforderungen. Extraleben liegen überall herum, alles kann noch einmal probiert werden, und damit die Zeit knapp wird, muss man arg trödeln.
Ärgerlich ist, dass man immer am Falschen scheitert. Ins Unglück läuft man nur, weil man es nicht sehen kann. Die Kamera ist zu träge und Nachjustieren auch nicht viel schneller. Und als Farbklumpen springt man nicht so präzise, wie man gern würde. Überhaupt geht das Springen per Schwung mit dem Wii-Controller ins Handgelenk. Und dass es schon mal eine Dreiviertelstunde dauert, bis gespeichert wird, passt nicht zum entspannten Spielgefühl. Nach ein paar Stunden häufen sich Fragen: Warum führt der Blob immer nur die Befehle seiner Guerillatruppe aus? Werden die ihn am Ende nicht einfach entsorgen und ihre eigene Schreckensherrschaft errichten? Und wenn der Befreiungskampf so einfach ist, warum hilft dann keiner mit? Auf Verdacht sollte man weiterspielen. Die Welt bunt zu malen kann nichts Schlechtes sein.
De Blob für Wii (THQ)
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