Wall-E
Der Letzte räumt die Erde auf!
22.09.2008, 13:28, Text:
Gregor Wildermann
Lästern ist immer einfach. Aber wie hätte man selbst ein Videospiel zu Pixars Film "Wall-E" gemacht? Die Thematik des allein auf der völlig vermüllten Erde zurückgelassenen Roboters riecht nach Abenteuer und Herausforderungen, die einen zumindest überraschen sollten.
Doch schon nach wenigen Minuten begreift man, dass hier leider nur Aufgaben abgespult werden, die selbst dem Pawlow'schen Hund nach einer gewissen Zeit zu blöde gewesen wären. Die meiste Zeit verbringt man mit dem Ansteuern von Müllsammelpunkten, wo man Quader aufnimmt, die man dann gegen irgendeine Zielscheibe wirft. Die Steuerung von "Wall-E" macht zwar über weite Strecken durchaus Spaß, frustriert aber in genauso vielen Momenten, da er sich zum Beispiel als Würfel nur im reinen Glücksspielmodus steuern lässt.
Leider findet man sich bei "Wall-E" auch zu oft an Stellen wieder, deren Aufgabenstellung entweder völlig unklar ist oder die Dutzende Versuche erforderlich machen, weil das Leveldesign oder das Kamerasystem fehlerhaft sind. Wesentlich mehr Spaß machen die Spielabschnitte mit dem fliegenden Roboter Eve, die allerdings zur Ausnahme gehören. Hier wurde leider in ganz großem Maßstab wieder einmal die Chance auf ein gutes Spiel zu einem genialen Film vertan.
"Wall-E: Der Letzte räumt die Erde auf" für alle Plattformen (THQ)
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