Agatha Christie: Und dann gab's keines mehr
Wii
22.04.2008, 13:38, Text:
Felix Scharlau
Das Setting klingt bekannt: Zehn Personen erhalten unabhängig voneinander Einladungen von einem Fremden und treffen zum vereinbarten Zeitpunkt in einem unheimlichen Anwesen aufeinander. Der Gastgeber fehlt zwar, lässt aber beim Abendessen per Schellackplatte ausrichten, dass einer nach dem andern sterben werde in den kommenden Stunden.
Erster Gedanke: Mist, schon wieder in eine dieser Kaffeefahrten reingerutscht. Zweiter Gedanke: Klingt aber auch darüber hinaus bekannt. Genau: "Und dann gab's keines mehr", Agatha Christies Vorlage aus dem Jahr 1939, hieß mal unkorrekt "10 kleine Negerlein" und wurde mit unter anderem Peter Sellers in "Eine Leiche zum Dessert" parodiert. Das Adventure zum Original erschien bereits vor zwei Jahren für PC, jetzt debütiert das gleiche Spiel (unserer Kenntnis nach als erstes klassisches Point&Click-Adventure) für nicht gerade wenig Geld auf der Wii. Fazit: durchwachsen gut.
Die Atmosphäre stimmt, und gesteuert wird wie erhofft treffsicher und gemütlich von der Couch aus per Fernbedienung. Blöd: Trotz mittelguter Grafik muss bei Betreten praktisch jedes neuen Raumes geladen werden. Mal schauen, wie demnächst "Sam & Max" und "Tunguska" auf der Wii aussehen.
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