Gran Turismo 5 Prologue
Nachgefragt
[PS3 / Polyphony Digital / SCEE]
23.04.2008, 13:06, Text:
Gregor Wildermann
Die Autorennsimulation "GT5 Prologue" ist ein sehr luxuriöser Vorgeschmack auf die (vielleicht) nächstes Jahr erscheinende Vollversion "GT5". Gregor Wildermann traf den Erfinder der "Gran Turismo"-Rennserie, Kazunori Yamauchi (40), in Salzburg und sprach mit ihm über seine erste Fahrstunde und illegale Straßenrennen.
Herr Yamauchi, wie früh reicht Ihre erste automobile Erfahrung zurück?
Meine Eltern haben mir mal erzählt, dass ich schon im Alter von drei Jahren ganz begeistert immer auf Autos gezeigt habe. In der Schule gehörte ich dann zu den Jungs, die alle Automarken und Typen schon aus der Entfernung erkennen konnten.
Der erste Tag auf der Fahrschule muss ja für Sie wie ein Befreiungsschlag gewesen sein.
Meine erste Fahrstunde nahm ich in einem alten Toyota Corolla, und der Fahrlehrer war dabei recht freundlich zu mir. Ich war allerdings weder ein besonders guter noch schlechter Autofahrer.
Heute haben Sie Zugang zu den teuersten, schnellsten und exklusivsten Autos. Worauf achten Sie zuerst, wenn Sie sich ins Cockpit setzen?
Mein erster Blick gilt immer dem Lenkrad und dem Gefühl, wenn dies bei den ersten Lenkbewegungen nachgibt. Das entscheidet meistens, ob ich mich näher für das Auto interessiere.
In "Gran Turismo 5 Prologue" sind ja erst einmal nur rund 70 Autos enthalten, später sollen es einmal knapp 500 Autos sein. Haben Sie denn das letzte Wort über das finale Line-up im Spiel?
Ja, schon. Ich fahre auch selbst zu allen wichtigen Automessen und bin natürlich daran interessiert, im fertigen Spiel möglichst viele interessante und auch aktuelle Fahrzeuge zeigen zu können.
Ist es richtig, sich Ihre Firma Polyphony Digital als den Treffpunkt aller japanischen Autonerds vorzustellen?
Vielleicht schon. Aber bei meiner Firma arbeiten zum Beispiel auch Mitarbeiter, die gar keinen Führerschein haben. Wichtig sind die Hingabe zum Thema und die Liebe zum Detail.
Wie nah ist Ihrer Ansicht nach "Gran Turismo" als Spiel der Perfektion?
Natürlich will man immer alles verbessern, und es gibt noch viel zu tun. Im Herbst wird es ein großes Update geben, das unter anderem dann auch ein Schadensmodell enthält. Das ist sicherlich einer der wichtigsten Bausteine für ein noch perfekteres Spiel.
Auch in Japan gelten auf Autobahnen ja recht restriktive Tempobeschränkungen. Aber auch Sie haben keine eigene Rennstrecke vor der Haustür?
Nein, leider nicht. Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten.
Aha, und welche?
Auf den Autobahnringen rund um Tokio gibt es vor allen Dingen nachts kaum Kontrollen. Alle illegalen Rennen finden deshalb eher dort statt, und vielleicht kann man an meinem Gesicht jetzt erkennen, dass ich nicht gerade traurig bin, dass sich daran seit Langem nichts geändert hat.
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