Halo 3

Microsoft

[Xbox360; Genre: Shooter]

23.10.2007, 13:14, Text: Gregor Wildermann

Story: Achtung, im Jahr 2553 könnte es etwas kompliziert werden. Die bösen Covenant-Aliens bereiten sich auf die letzte Schlacht vor, die über das Schicksal der Erde entscheidet. Deren Sieg verhindern kann wohl nur der Master Chief mit seinen menschlichen Marines-Truppen. Jedoch sind da noch eine Vogelscheuche namens Gebieter, das zappelige Hologramm Cortana, der Schäubleverschnitt mit dem Titel Prophet der Wahrheit und eine Menge Kreaturen, deren Namen zweitrangig sind, weil sie eh nur für Sekunden im Fadenkreuz erscheinen. Fazit: Wer die zwei Vorgängerspiele nicht kennt, sollte sich kaum Mühe geben, die Geschichte verstehen zu wollen.

Handling: Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen. Schon mit dem ersten Teil von \\"Halo\\" bewiesen uns die Bungie Studios, dass Shooter tatsächlich Spaß machen können. Da feilt der dritte Teil nur noch an den Feinheiten, die sowieso erst ab der Schwierigkeitsstufe \\"Heldenhaft\\" wirklich zum Tragen kommen. Wichtig ist jetzt der X-Button, da dort Inventarobjekte wie Schutzschilde oder Gravitationsminen abgerufen werden können. So eine Art Spielzeuge der Zukunft, die zum Ausreifen der eigenen Taktik und natürlich im Onlinespiel sinnvoll sind. Alles andere erklärt sich von selbst, denn für das Retten der Erde gibt es kein Universalrezept.


Was bleibt: Es soll Leute geben, die sich derzeit nur für \\"Halo 3\\" eine Xbox360 kaufen. Klar, grafisch wird hier nicht das Pixel neu erfunden, und Elton als Synchronstimme ist so cool wie Selbstbefriedigung mit einer Papaya. Wer aber als Master Chief die ersten Schlachten gewonnen hat und dann mit dem Gravitationshammer loslegt, wird weder an Früchte noch an sonstigen Ersatzspaß denken müssen. Klingt banal, ist aber so. Und dank der Kinofunktion kann man von seinen Onlineduellen demnächst auch gleich den eigenen Erinnerungsfilm drehen. George Lucas hat davon gleich noch ein Doppelkinn bekommen.

Glanzlicht: Kein Spiel hat so einen perfekt getimeten Wechsel zwischen Überbelastung der Herzkranzgefäße und entspanntem Sightseeing im 25. Jahrhundert. Und das bei einem Soundtrack von Martin O'Donnell, der Gänsehaut praktisch im Abonnement liefert. Also nicht nur anschauen, sondern unbedingt anfassen.



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aus Intro #155 (November 2007)

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