Trauma Center - Second Opinion

Nintendo

13.09.2007, 17:42, Text: Felix Scharlau

DS-Spieler könnten dieses Wii-Spiel in seinen Grundzügen schon kennen: Man verkörpert den Chirurgen-Rookie Derek Stiles, der sich durch die Welt der Tupfer, Skalpelle und antiseptischen Tücher kämpft, um mal ein ganz Großer im OP-Saal zu werden. War das Spiel im letzten Jahr schon auf dem Handheld etwas ganz Besonderes, wird es als \\"Wiimake\\" dank Nunchuk und Fernbedienung endgültig zu einer schweißtreibenden bis beklemmenden Erfahrung. Denn die OP-Handgriffe wurden zum Teil minutiös auf das reale Controller-Handling übertragen. Scherben zieht man so beispielsweise tatsächlich in einer Art Zangenhaltung (A- und B-Knopf drücken) aus den virtuellen Wunden heraus.

All das in minimal kleinen Bewegungen - ein falscher Schnitt, und der Patient geht über den Jordan. Mit der Zeit lernt der Spieler so, mit mehr als ein Dutzend Instrumenten eigenhändig umzugehen und selbst komplizierte Eingriffe zu meistern. Darunter auch solche, die die (von einer Terrorgruppe in Umlauf gebrachte) Fantasie-Seuche Guilt zu verantworten hat. Erstaunlich: Im Prinzip liefert Nintendo hier nebenbei die Blaupause für eine mögliche neue Ära der Telechirurgie. Denn technisch verfeinert, könnten Spezialisten so doch wirklich über Tausende von Kilometern hinweg Patienten operieren, oder?




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