Prince of Persia: Rival Swords

UbiSoft

[Wii; Genre: Action-Adventure]

21.05.2007, 15:26, Text: Gregor Wildermann

Story: Trotz des neuen Nebentitels basiert dieses Spiel auf dem 2006 erschienenen “Prince Of Persia: The Two Thrones”. Darin kehrt ein persischer Prinz in seine Heimatstadt Babylon zurück, wo sich nach Feindesbelagerung die Welt jedoch geändert hat. Und obwohl er bei seinem letzten Abenteuer die Herrscherin der Zeit namens Kaileena gerettet hat, wirken sich durch ihren Tod nun die Zeitmächte auch auf Babylon aus. Aus dem gutmütigen Prinzen wird durch den Sand der Zeit der dunkle Prinz, der gnadenlos wütet.
Handling: Die geschickte Kreuzung aus Action-Adventure und Plattform-Puzzler wird nun durch die Möglichkeiten der Wii-Steuerung ergänzt. Im Vergleich zu anderen Wii-Titeln wie “Splinter Cell: Double Agent” gelang dieses Mal auch die Bändigung der chronisch nervösen Kamera. Wie der Titel schon andeutet, sind vor allem die Schwertkämpfe und Messerattacken ideale Basis für eigene Kampfakrobatik, bei der vor allem der Speed-Kill sehr stilvoll zelebriert werden kann (was auch die USK 16+ erklärt). Davon abgesehen wurden die Geschicklichkeitspassagen noch auf Nunchuk und Fernbedienung abgestimmt. Zur Beherrschung der ganzen Vielfalt der Wii-Manöver sollte man das Handbuch genau studieren. Denn sonst kommt man schnell durcheinander, was nun bei Attacken wie dem “Furiosen Orkan des Vergessens” oder beim “Zorn des Dareios” geschehen soll.


Was bleibt: Auch wenn die Grafik sehr oft ziemlich mau rüberkommt, hat sich die Wiederbelebung des geschickten Prinzen dank der stimmigen Atmosphäre und actionreichen Manöver für die Wii gelohnt. Neben den Schwertkämpfen sind auch die Streitwagenrennen in der neuen Steuerungsart wesentlich unterhaltsamer. Doch auch mit weniger Körpereinsatz sind die Rätselaufgaben und die ständige Neuorientierung in den Palästen bestes Adventure-Futter. Nur beim Spielpreis von 50 Euro hätte der Publisher UbiSoft bei recht geringem Neuaufwand etwas tiefer stapeln sollen. Und wer auf die etwas andere Steuerung verzichten kann, kauft sich das ältere und bestimmt billigere GameCube-Spiel, das auch in der Wii-Konsole läuft.
Partytauglichkeit: Nahezu jedes Wii-Spiel eignet sich zur gemeinsamen Selbstblamage, aber dieser orientalische Kampfausflug ist eigentlich nur etwas für Einzelkämpfer. Oder aber man wechselt sich dank einer Sanduhr immer im festen Turnus ab und sieht dann, wer seinen Prinzen nach einem Meter Kölsch noch mittels des Wii-Controllers auf einem schmalen Steg balancieren lassen kann.
 

    

    

    

    



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