S.T.A.L.K.E.R. – Shadow Of Chernobyl

THQ

[PC;Genre: Shooter]

23.04.2007, 06:00, Text: Oliver Zeyen
[8 Kommentare]

Story: 26.04.1986: Das Kernkraftwerk Tschernobyl erfährt einen folgenschweren Super-GAU, in dessen Folge große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt werden, die wiederum einen rund 30 km großen Ring rund um die Stadt, die sogenannte “Zone”, quasi unbewohnbar machen. Im Spiel schreiben wir nun das Jahr 2012. Glücksritter, Regimegegner und Gesetzlose, angetrieben von Berichten über wertvolle Artefakte, die durch den Zwischenfall vor über 30 Jahren entstanden sein sollen, organisieren sich in Clans und bevölkern die immer noch lebensfeindliche und von korrupten Militärs gesicherte “Zone” rund um Prypjat. Ein dichtes Händlernetz bietet dem boomenden Schwarzmarkt die Möglichkeit, die gefundenen Mineralien zu veräußern. Wir starten das Spiel als knapp dem Tode entronnener “Gezeichneter”, als ein mit den Buchstaben “S.T.A.L.K.E.R.” tätowierter, dauerhaft gekennzeichneter Zonenbewohner. Es beginnt für uns ein verstrahltes Abenteuer voller Mutanten und korrupter Mitstreiter in einer riesigen Umgebung, die zu 70 % aus echtem Bild- und Satellitenmaterial aus Tschernobyl entstand.


Handling: In klassischer Shooter-Manier bewegt man sich durch wunderbar düstere und atmosphärisch umgesetzte Maps. Neben einer klassischen Minimap und dem Kompass gibt es als Hilfsmittel eine Sichtbarkeits- sowie eine Geräuschanzeige, die das Schleichen und somit unblutige Lösen von Konflikten nahelegt. Wichtigster Ausrüstungsgegenstand ist unser PDA, in dem sämtliche Missionen, Gespräche, biometrische Daten wie Gesundheit, Strahlungslevel und Hunger gespeichert werden. Eine riesige Auswahl an Munition- sowie Waffenarten und das ausgeklügelte Inventory- und Handelssystem lassen keine Langeweile aufkommen.
Was bleibt: Auch wenn manche Kritiker bemängeln, nach fünf Jahren Entwicklungszeit sei mehr drin gewesen – “S.T.A.L.K.E.R.” ist ein Meilenstein in seinem Genre. Wer gefundene Gegenstände beispielsweise verkauft und in bessere Ausrüstung investiert, wird konsequent mächtiger. Auf diesem Weg verbringt der Spieler ganze Tage nur mit Nebenmissionen, die ihn aufpäppeln und für die Hauptmissionen stärken.
Glanzlicht: Neben der unheimlich detaillierten Grafik sorgen die wirklich gelungenen Dialoge für eine enorme Spieltiefe. Wer sich mit Freude an “Deus Ex 1” erinnert und tiefe Storys mit einem großen Handlungsspielraum mag, kommt um “S.T.A.L.K.E.R.” nicht herum.


   
   
   
   



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aus Intro #149 (Mai 2007)
 
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  • Cumania 10.06.2007 | 10:14:58

    Diesen öden, ausgelutschten, phantasiearmen Schwachsinn für Pickelfressen und andere Frustbeulen mit Deus Ex zu vergleichen, oder gar noch ne Ecke derber auf ein Wort wie Spieltiefe zu kommen, das schafft nicht jeder. Respekt.

  • User: Morrom
  • Morrom 11.06.2007 | 08:09:27

    Hasst du es denn schon gespielt das du dich so darüber auslassen kannst??

  • User: Oliver Zeyen
  • Oliver Zeyen 11.06.2007 | 13:18:30

    danke! :) ist aber auch wirklich ein tolles spiel!

  • Cumania 11.06.2007 | 16:08:59

    Keine Ahnung, ich lads grad erst runter. Angeblich solls noch ziemlich buggy sein, mal sehen.

  • Pussyole 15.06.2007 | 17:20:18

    Die Licht-Programmierung ist irgendwie toll, und ein paar Details wie am Anfang das honigsüß trällernde Radio im Bunker.

  • Pussyole 15.06.2007 | 17:41:50

    Was dieses total revolutionäre "Verkaufe Schrott, sammle Geld für Waffen in den Nebenmissionen, um für die Story fit zu werden" abgeht, das ist 1:1 aus Freelancer von 2002 oder so geklaut.

  • Pussyole 15.06.2007 | 17:44:39

    Die Fortschritte im PC-Game-Sektor sind irgendwie lahm geworden, man weiß, das Ende der Fahnenstange ist nicht weit, laß und langsam hinkriechen. Man produziert solide aber lieblos auf Nummer sicher, und auch wenn Stalker vielleicht im vorderen feld mitspielt, machts an der Stelle halt auch zu selten Ausnahme. Wem das was bringen soll, weiß ich nicht. Computer/Video-Spiele übe auf die Kids längst nicht mehr die Faszination aus wie noch in den frühen Neunzigern oder 80ern, trotz höherer Verkaufszahlen/Verbreitung und monströs aufgeblasener Technik.

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