
Hotel Dusk: Room 215
Cing
[Nintendo DS;Genre: Point&Click-Adventure]
23.04.2007, 06:00, Text:
Marc Seebode
Story: 28. Dezember 1979: Wir befinden uns in Los Angeles und schlüpfen in die Rolle des Geschäftsmannes Kyle Hyde. Auf der Suche nach seinem vermissten Partner steigt der Ex-Cop für eine Nacht im schauerlichen Hotel Dusk ab und bekommt, weil es das Schicksal eben so will, das sagenumwobene Zimmer 215 zugewiesen. Jetzt gilt es, die Geheimnisse des unheimlichen Ortes und der zahlreichen Charaktere aufzudecken. Dabei scheint allerdings Kyle selbst einige sprichwörtliche Leichen im Keller zu haben.
Handling: Der DS wird um 90 Grad gedreht und wie ein aufgeschlagenes Buch gehalten. Die rechte Seite zeigt eine Übersichtskarte, auf der linken Seite wird die Umgebung in einer 3D-Ansicht dargestellt. Navigiert wird komplett mit dem Touchpen, und auch alle Rätsel (unter anderem der Klassiker “ein Schloss mit einem Draht öffnen”) werden mit dem Touchpen gelöst. Die handgezeichneten Animationen der Charaktere scheinen einem Storyboard entsprungen zu sein (oder dem a-ha-Video “Take On Me”). Die Konversationen zwischen den Schwarz-Weiß dargestellten Charakteren wirken durch die Gegenüber-Darstellung auf den beiden Bildschirmen sehr realistisch.
Was bleibt: Die Entwickler, die vor knapp zwei Jahren mit dem frühen DS-Titel “Another Code: Doppelte Erinnerung” (unseres Wissens nach das bisher einzige klassische Adventure für den DS) auf sich aufmerksam machten, schaffen es auch mit “Hotel Dusk: Room 215”, dem revitalisierten Adventure-Genre wieder Leben einzuhauchen. Vom Film Noir inspiriert, gibt “Hotel Dusk” einen mysteriösen, interaktiven Roman irgendwo zwischen “Twilight Zone” und extravagantem Comic. Ein weiterer positiver Aspekt ist das Sounddesign: Mal als entspannende Hintergrundmusik, mal als spannungsbetonte Begleitmusik unterstreicht der Sound immer die momentane Situation. Trotz des mäßigen Spieltempos (hauptsächlich aufgrund der manchmal etwas ausufernden Gespräche) fesselt “Hotel Dusk: Room 215” den Spieler durchgehend an die DS-Konsole, und die Möglichkeit, “Game over” gehen zu können, bringt zusätzliche Spannung ins Spiel.
Glanzlicht: Viele verschrobene Charaktere und das heruntergekommene Hotel kreieren eine ganz eigene Atmosphäre. Die Bedienbarkeit und Navigation tun ihr Übriges und unterstreichen ein weiteres Mal die Einzigartigkeit des DS.
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