
Red Steel
UbiSoft
29.01.2007, 06:00, Text:
Gregor Wildermann
Story: Die Tochter eines reichen japanischen Geschäftmannes wird entführt. In der Rolle ihres amerikanischen Verlobten sinnt man im Stil eines Michael-Dudikoff-Trashfilms auf Rache und Befreiung.
Handling: Die neuartige Steuerung der Wii-Konsole über den Fernbedienungscontroller und die angeschlossene Nunchuk-Erweiterung steht im Hauptfokus des Spiels. Wirken die eher seltenen Schwertkämpfe noch relativ natürlich, erscheinen die teilweise überlangen Shooter-Sequenzen allerdings extrem aufgesetzt und umständlich. Manche Schießerei macht ähnlich wie bei einer Schießbude auf dem Rummelplatz für wenige Minuten Spaß, wird dann aber zur reinen Pflichterfüllung. Erst in den späteren Levels, wenn auch die Kulisse eher einem verspulten Kubrick-Film ähnelt, lenken die Kulissen und Charaktere von der Monotonie ab.
Was bleibt: Am Ende waren die Erwartungen an das Wii-Vorzeigeprojekt dann doch zu groß: Insgesamt wirkt es wie eine Technik-Demo. Vor allem die teilweise unterirdische Grafik, die seltsame Kameraführung und extrem gedehnte Spielabschnitte zeugen nicht von langer Ideenarbeit und Feintuning.
Glanzlicht: Wer Momente beim Sporttraining mag, wo man völlig ausgelaugt sich endlich nach einer Pause sehnt, dürfte “Red Steel” lieben. Denn die Schwerkämpfe mit manchem Endgegner verlangen vollen Körpereinsatz und können wie eine Ewigkeit erscheinen. Hat man den Gegner mit Lang- und Kurzschwert dann besiegt, stellt sich für ein paar Sekunden dann auch eine Art “Kill Bill”-Faktor ein. Leider eben nur für einige wenige Sekunden.
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