Lego Star Wars II

LucasArts / Activision

[Xbox360, Xbox, PS2, PSP, PC, DS, GC]

01.10.2006, 10:02, Text: Gregor Wildermann

Story: Während sonst George Lucas selbst die schützende Hand über seine galaktische Handlung hält, hatten die Entwickler für den zweiten Teil des Lego-”Star Wars”-Spiels in Anlehnung an die erste Trilogie die Chance eines optischen Remixes. Herausgekommen ist ein Spiel, das mit der Vorlage kaum charmanter hätte umgehen können. Dabei sorgt die Lego-Ästhetik dafür, dass selbst die schlimmsten Gräueltaten noch mit einer kindlichen Verspieltheit gesegnet sind. Unter den insgesamt 60 Charakteren beherrscht Vader den klassischen Würgegriff, Chewbacca reißt den Gegnern die Arme aus, und Lando Calrissian küsst jeder vorbeilaufenden Frau die Hand. Die drei Filme wurden dabei in je sechs Levelabschnitte unterteilt, die von weiteren zwei Bonusabschnitten und einem Geheimlevel ergänzt werden.


Handling: Never change a running system. Dieses Sprichwort könnte als Unterzeile des Titels geführt werden, denn im Vergleich zum Vorgänger hat sich nichts an der Leichtigkeit des Gameplays geändert. War man früher jedoch fast immer zu Fuß unterwegs, dürfen die blockförmigen Sternenkrieger nun immer öfter in diverse Vehikel einsteigen, die man an manchen Spielstellen auch mal ganz spontan zusammenbaut. Auch Tiere wie Banthas oder Tauntauns können erstmals geritten werden. Der englische Entwickler Travellers Tales baute im neuen Spiel auch einen dynamischen Schwierigkeitsgrad ein, sodass es gegen Spielmitte nun doch deutlich schwieriger wird. In der PSP-Version wurden noch die Extralevel aller Boss-Kämpfe aus dem ersten Teil eingebaut, während man in der DS-Version mit vier Spielern in speziellen Kopfgeldjäger-Arenen kämpfen kann. Bei allen Versionen ist es später möglich, die Einzelteile der Charaktere beliebig zu kombinieren – Kreuzungen aus Stormtrooper und C3-P0 sind allein schon die Investition wert.

Was bleibt:
Genau genommen ist dieses Videospiel der feuchte Traum jedes PR-Mannes. Schon das Vorgängerspiel war in allen Altersklassen ein Verkaufserfolg, und auch der Umsatz an passendem Lego-Spielzeug wird mit dem zweiten Teil wieder nach oben gehen. Ganz zu schweigen von den Verkäufen der DVD-Box mit der alten Trilogie im Originalschnitt. Bei all diesen kommerziellen Aspekten einer immer noch gut geölten Verkaufsmaschine rücken die spielerischen Aspekte dieses Titels fast in den Hintergrund. Dabei ist das alte und neue Lego-”Star Wars” eines der wohl besten Beispiele für ein Videospiel, das keine langen Erklärungen braucht und selbst nach Stunden mit seinem Humor noch begeistern kann. Vor allem die Möglichkeit, die Level mit einem parallelen Mitspieler erforschen zu können, trägt viel zum Wert dieses Spiels bei.

Glanzlicht:
Höher, schneller, weiter. Diese einfache Formel wurde hier konsequent durchgesetzt, aber vor allem die extrem großen Level machen das neue Legospiel zu einem genialen virtuellen Spielplatz, bei dem jeder wieder Kind sein darf. Dabei braucht Mann bzw. Frau allein für den ersten Abschnitt gut 40 Minuten, die einem jedoch nie langweilig vorkommen. Dafür sorgen auch die neu eingeführten Power- oder Gold-Bricks, die bei fleißigem Sammeln für den Bau von Fahrzeugen eingesetzt werden können.

Genre: niedliches Hack’n’Slay



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