Call Of Cthulhu – Dark Corners Of The Earth

Bethesda Softworks / Ubisoft (PC)

[Genre: Horror-Action]

24.04.2006, 18:07, Text: Bernhard Przybilla, Bernhard Przybilla

Story: Jack Walters geht es schlecht. Genau genommen geht es dem Privatdetektiv sogar miserabel. Nach der verstörenden Untersuchung eines mysteriösen Kults landet Walters zeitweise in der Psychiatrie und kommt danach nicht mehr vom Okkulten los.

Handling: Kaum zu glauben, aber nach fünf Jahren Wartezeit ist das auf H.P. Lovecraft basierende Horrorgame tatsächlich fertig. Die Zeit wurde genutzt, um an einer Steuerung ohne störende Bildschirmanzeigen zu feilen. Zudem gibt sich das Spiel mit bescheidenen Hardware-Anforderungen zufrieden.

Was bleibt: In der Genre-Mix-Schublade gibt es so einiges, das man besser nicht anfasst, denn die Blaupause, nach der die Games zusammengeschraubt wurden, ist einfallslos: Ohne eigene originelle Idee werden einfach verschiedene Einzelteile in der Hoffnung gemischt, dass was Anständiges dabei rauskommt.

Auf den ersten Blick scheint “COC” genau so ein Fall zu sein. Es wird geschlichen wie bei “Thief”, gekillt wie bei einem typischen Egoshooter (wenn auch weitaus seltener), und Rätsel fehlen auch nicht. Das kennt man, und die einzelnen Elemente hat man auch schon besser gesehen. Doch nach kurzer Zeit wird klar, dass diese Mixtur funktioniert. Düsteres 20er-Jahre-Flair, Horror ohne plumpes Gemetzel und eine interessante Geschichte – da hat sich das Warten gelohnt. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Nachfolger nicht wieder so lange auf sich warten lässt.

Glanzlicht: Bethesda ging mit “COC” ein großes Risiko ein. Beim Versuch, Lovecraft’schen Psychohorror zu visualisieren, scheiterte schon so manche Kinoproduktion. “COC” kann aber sogar eingefleischten Lovecraft-Jüngern ans kalte Herz gelegt werden.



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aus Intro #138 (Mai 2006)
 
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