Blazing Angels

UbiSoft (Xbox360, Xbox)

[Genre: Luftkampfspiel]

24.04.2006, 18:00, Text: Gregor Wildermann, Gregor Wildermann

Story: Dieses in Rumänien entwickelte Flugspiel erzählt die Geschichte von vier Piloten, die in ihrer Einheit als “Blazing Angels” bekannt sind und während des Zweiten Weltkriegs an die wichtigsten Brennpunkte versetzt werden. Insgesamt 38 Flugzeuge werden von Tom, Joe, Frank und dem Spieler geflogen, mit dabei die üblichen Klassiker wie Spitfire, Hurricane, P-41 Mustang oder P-38 Lightning. In einer der insgesamt 18 Missionen findet man sich im rückwärtigen Geschützturm eines B-17-Bombers wieder, während sonst klassische Bomben- oder Torpedoflüge und der Luftkampf wie zum Beispiel gegen japanische Kamikaze-Flieger den Hauptteil des Titels ausmachen.

Beim Spiel über den Onlinedienst XboxLive ist es dann auch möglich, die deutschen Maschinen zu fliegen.

Handling: Im Gegensatz zu einem Flugsimulator am PC-Computer spielt sich dieser Titel extrem eingängig und zeigt sich während der Luftkämpfe extrem tolerant. Einige der Flugzeuge startet man am Boden mit dem Drehen des rechten Controller-Knopfs, und danach braucht man nur noch Gas zu geben und mit dem linken Stick die Richtung vorzugeben. Durch Drücken des unteren linken Controllerhebels zoomt die Kamera automatisch auf das nächste aktuelle Ziel, was das ständige Absuchen des Himmels oder Bodens überflüssig macht. Wer kurz vor einem Ziel noch langsamer fliegen will, sollte sich eines einfachen Tricks bedienen: einfach Fahrwerk ausfahren, und schon liegt das Flugzeug etwas schwerer in der Luft. Es ist selbstverständlich auch möglich, einfache Befehle an die anderen Piloten der Einheit zu geben. Deren Effekt ist allerdings mit “vage” noch sehr diplomatisch beschrieben.

Was bleibt: Lange Zeit war das Argument einer besseren Grafik nur die Ausrede für schlechtes Gameplay oder einen lauen Handlungsstrang. Mit den neuen Möglichkeiten der Xbox360 und erst recht in Kombination mit einem HD-Fernseher ist ein Genre wie die Flugsimulation aber in ganz neue Dimensionen vorgerückt. Endlich sehen Wolken wie Wolken aus, und die Landschaft sowie Städte ähneln einem hochauflösenden Satellitenbild. Da es außer den wechselnden Schauplätzen nicht wirklich eine Handlung gibt, wiederholen sich natürlich viele Spielsequenzen, und man würde “Blazing Angels” wohl deswegen kaum in einer Partie durchspielen. Zu dieser leichten Ernüchterung tragen auch die Stimmensamples bei, die sich einfach zu oft wiederholen und damit etwas an den Nerven zerren.

Glanzlicht: Spätestens beim Vorbeiflug an Big Ben und der Tower Bridge in London oder am Eiffelturm in Paris bleibt einem erst einmal der Mund offen stehen, und man vergisst, warum man überhaupt gerade über diese umkämpften Metropolen donnert. Gegen Ende des Spiels erlebt man das auch mit Berlin und kann dann beim Reichstag das gleiche Erlebnis noch mal vor der Netzhaut abheften.



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