
Elektroplankton
Nintendo
27.03.2006, 16:39, Text:
Gregor Wildermann,
Gregor Wildermann
Nintendo DS
Genre: Musikspiel
Story: Es liegt nicht an der Faulheit des Rezensenten, wenn in diesen Zeile eher wenig steht. Denn \"Elektroplankton\" passt eher zur nächsten Dokumenta als in das Regal typischer Videospiele. Das Musikspiel von Toshio Iwai hat kein erklärtes Spielziel, und es geht auch nicht um Highscores oder Endgegner. Zu Anfang wählt man lediglich zwischen dem \"Performance Mode\" oder \"Audience Mode\", wobei Letzterer im Zufallsverfahren Klänge erzeugt.
Handling: In zehn verschiedenen Variationen wird man innerhalb des \"Performance Mode\" spielerisch mit Klängen und Rhythmen konfrontiert, die man über das Touch-Pad steuert und über das Steuerkreuz in Tempo und Klanghöhe verändern kann.
Was bleibt: Ein Spiel wie \"Elektroplankton\" kann man über Stunden beschreiben, und doch lebt es vom Selbstversuch, bei dem man immer wieder kleine Glücksmomente erlebt. Leider lassen sich die eigenen Musikkompositionen nicht abspeichern, und auch die Klangqualität ist oft leicht verzerrt. Für eine Fortsetzung dieses außergewöhnlichen Titels bleibt also noch viel Raum an Ideen.
Glanzlicht: Vor allem beim Baumspiel \"Hanebow\" verrinnt die Zeit wie Sand zwischen den Fingern, und allein dabei spürt man, wie sich dieses Spiel jeder Definition entzieht. Klanglich und spielerisch ist dieser Titel sicherlich extrem beschränkt, jedoch verdienen allein die Idee und die individuelle grafische Umsetzung mehr als nur Applaus.
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