Sudoku XXL

Halycon Media

02.03.2006, 16:55, Text: Malte Carli, Malte Carli

PC

Genre: Zahlenrätsel

Story: Im Jahr 2000 fallen japanische Sudokus in London ein, nehmen im Sturm Old Europe mit all seinen Bahnhofsbuchhandlungen und der gutbürgerlichen Presse und dringen bis Anfang 2006 noch in die letzten Gehirnwindungen von SchreibtischarbeiterInnen und Vielreisenden ein. Die nüchterne Version dieser Geschichte geht ungefähr so: In einem Quadrat mit 81 Feldern dürfen und müssen die Zahlen von eins bis neun in jeder Reihe, jeder Spalte und jedem 3x3er-Block je nur einmal vorkommen. Klingt öde, entwickelt aber großes Suchtpotenzial.

Handling: Die Frage ist, was \"Sudoku\" im Computer kann, was auf Papier nicht geht.

Statt von Hand zu kritzeln und zu radieren, wird so eben die Maus bedient. Das ist nicht unbedingt schneller, dafür aber schön übersichtlich, vor allem, was die Merker betrifft. Abgesehen von einigen Unstimmigkeiten - aus Menüs kommt man nur durch Drücken der Esc-Taste wieder raus, weitere Keyboard-Shortcuts wollen nicht so recht funktionieren, es ist jeweils nur ein Spiel speicherbar -, wird es richtig ärgerlich, wenn man einen Blick auf die CPU-Auslastung wirft. Warum ein so kleines Spielchen den Prozessor konstant mit beinahe 100 % beansprucht, bleibt ein Rätsel, das auch stundenlange Zahlenkombinatorik nicht zu lösen vermag.

Was bleibt: Über 4,3 Milliarden Spiele und einige verschenkte Möglichkeiten. So wären z. B. Statistiken interessant gewesen oder ein Netzwerk-Modus, bei dem die SpielerInnen am selben Rätsel gegeneinander antreten.

Glanzlicht: Die schön meditative Zahlenrätselmusik taugt wunderbar zum Wegpennen vor dem Rechner. Tipp!



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