
Empire Earth II
Mad Doc Software
23.05.2005, 17:20, Text:
Bernhard Przybilla,
Bernhard Przybilla
PC
Genre: Strategie
Story: Alles wie gehabt. Wie bei dem vor dreieinhalb Jahren erschienenen Vorgänger bilden 12.000 Jahre Menschheitsgeschichte den Rahmen für einen Eroberungsfeldzug durch alle Kontinente und Zeitalter. Dabei wird nicht in der Gegenwart Halt gemacht, sondern auch in zwei noch bevorstehenden Epochen gekämpft.
Handling: Die gute Nachricht zuerst. Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern, wurde das Benutzer-Interface gegenüber dem ersten Teil ein wenig vereinfacht und die Übersichtlichkeit erhöht. Doch für Genre-Neulinge, das wird rasch klar, ist “Empire Earth II” nicht unbedingt gedacht. Dafür bietet das Spiel zu viele Möglichkeiten, und auch die Neuerungen verschaffen Amateuren nicht immer Vorteile.
Was bleibt: Wie groß ist eigentlich riesig? Bei Mad Doc Software wurde ausgetestet, wie viel Spiel eigentlich auf zwei CDs passt, und kam dabei auf 14 Kulturen in 15 Epochen sowie mehrere hundert Gebäude und bewegliche Einheiten. Und damit sind die zahlreichen Kampagnen und spielerischen Optionen, die “Empire Earth II” bietet, noch nicht einmal erwähnt. Keine Frage – das Game platzt aus allen Nähten. Damit kommen eingefleischte Strategen voll auf ihre Kosten, denn es dürfte Monate dauern, bevor das Spiel ausgereizt ist. Und selbst dann bleiben noch immer die neun Multiplayer-Modi. Gelegenheitsspieler könnte dies aber eher abschrecken, denn wer nur auf ein gelegentliches Gemetzel für zwischendurch aus ist, wird leicht überfordert und ist mit leichterer Kost besser bedient. Grafisch bietet “EE II” abgesehen von einigen sehr schönen Wettereffekten solides Mittelmaß. Da wurde auch in Strategiespielen schon mehr Eye-Candy geboten. Gerade die große Zahl an Gebäuden und Einheiten sorgt dafür, dass die Designs etwas monotoner ausfallen, als man sich dies wünschen würde. In dieser Hinsicht macht es oft keinen großen Unterschied, für welche Kultur man sich zu Spielbeginn entscheidet.
Glanzlicht: Besonderen Wert wurde bei der Entwicklung auf die Spielstärke der Computer-Gegner gelegt, denen eine gehörige Portion Künstliche Intelligenz verpasst wurde. Wo der Computer bei anderen Strategiespielen seine Basen gelegentlich recht fantasielos organisiert und bei Angriffen immer und immer wieder ins gleiche offene Messer läuft, verhalten sich die “EE II”-Gegner wesentlich smarter. Städte werden gezielt ausgebaut und fehlgeschlagene Offensiven nicht einfach wiederholt. Das sorgt nicht nur für deutlich mehr Spielspaß, sondern bereitet auch gut auf die LAN-Schlachten gegen menschliche Rivalen vor.
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