Jade Empire

Bioware / Microsoft

23.05.2005, 17:16, Text: Katja Griesenbeck, Katja Griesenbeck

Xbox

Genre: RPG

Story: Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Story im alten China zur Zeit des Jadereichs angesiedelt. Der Held ist in einem kleinen Dorf namens Zwei Ströme aufgewachsen – fernab der herrschaftlichen Kaiserstadt. Dort hat er in der Schule des Meisters Li Kampftechniken gelernt, Körper und Geist geschult. Nun ist die Ausbildung fast abgeschlossen, und unser Held zählt zu den Lieblingen des Meisters. Als das Dorf unvermutet von Geistern angegriffen wird, muss unser Charakter zum ersten Mal gegen Untote kämpfen und erfährt, dass er zu etwas Höherem bestimmt ist. Denn er gehört zu den wenigen Überlebenden eines alten Volkes und ist dazu auserkoren, wie das bei Abenteuern so üblich ist, die Welt zu retten.

Handling: Der Beginn ist Rollenspiel-typisch: Zunächst wählt man einen Charakter aus. Während des Spiels sammelt dieser Erfahrungspunkte. Steigt der Held in eine höhere Stufe auf, kann man die Werte für Körper, Seele und Geist aufrüsten sowie Stilpunkte verteilen. Diese Stilpunkte dienen dazu, Kampftechniken zu verbessern, von denen der Held während des Spiels unzählig viele erlernt. Vier davon kann er als Schnellauswahl auf das Steuerkreuz legen und hat im Kampf sofortigen Zugriff darauf. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab, sobald man auf einen Gegner trifft, wechselt man automatisch in den Kampf-Modus. Neben den Angriffen stehen auch Verteidigungstechniken wie Blocken oder Abrollen zur Verfügung.

Was bleibt: Die Story ist vielschichtig. Wer mag und sich darauf einlässt, kann neben dem eigentlichen Handlungsstrang noch zahlreiche kleine Aufgaben meistern. Denn die Personen, die man auf der Reise trifft, erteilen Aufträge, die man optional erfüllen kann, wofür man Belohnungen erhält. Der Kampfmodus ist zwar unglaublich ausbaufähig – immer wieder erlernt man eine neue Technik –, doch meist erweist sich das einfache Draufschlagen als die wirksamste Methode, um die Feinde zu besiegen, sodass das ausgeklügelte Waffensystem kaum Anwendung findet. Ebenso selten werden die Defensiv-Techniken gebraucht, denn es ist wesentlich effektiver, anzugreifen, als sich lange mit Verteidigung aufzuhalten. Dadurch verlieren die Kämpfe schnell an Reiz. Die meisten Gegner sind leicht zu besiegen, mit den Endgegnern ist es zwar etwas schwieriger, aber auch ganz gut zu meistern. Interessant ist die Idee, dass man sich als Charakter für den guten Weg der “Offenen Hand” oder die böse Seite der “Geschlossenen Faust” entscheiden muss: Die Antworten, die man in Gesprächen gibt, bestimmen, welchem Plot man folgt. Da man zu Beginn zu den “Guten” gehört und die freundliche Antwort auch immer als erste Möglichkeit angezeigt wird, liegt dieser Weg schon nahe.

Glanzlicht: Zu der umfangreichen, spannenden Story kommt eine echt umwerfende Grafik: Die Hintergründe sind unglaublich detailreich gestaltet. Selbst auf Kleinigkeiten wie Grashalme, die sich im Wind bewegen, wurde geachtet.



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