Knights Of The Old Republic

The Sith Lords

25.02.2005, 11:54, Text: Gregor Wildermann, Gregor Wildermann
[3 Kommentare]

LucasArts; Xbox, PC

Genre: Action-Adventure
Story: Eine Geschichte aus dem ›Star Wars‹-Universum fing schon immer mit Problemen an. Zeitlich angesiedelt gut 5000 Jahre vor ›Episode 1‹ und fünf Jahre nach den Ereignissen von ›KOTOR #1‹, haben die Sith Lords die Jedis noch weiter dezimiert, und der eigene Jedi-Spielcharakter muss sogar ganz bei null anfangen. Je nach Vorauswahl wacht er oder sie auf einer Krankenstation auf und muss innerhalb der ersten Stunde erst einmal die lückenhaften Erinnerungen einordnen. Zur ständigen Begleiterin bei der Reise zu insgesamt sieben Planeten werden im Spielverlauf Figuren wie die Mentorin Kreia, der Roboter T3-M4 oder Bao Dur.
Handling: Wer bisher Rollenspiele wegen ihrer komplizierten Steuerung und langweiligen Kampfpassagen gehasst hat, kann bei ›KOTOR #2‹ wesentlich leichter einsteigen.

Die Steuerung und das Umschalten zwischen den Charakteren (zeitweise bis zu zehn Mitstreiter mit eigenen Verhaltens-Einstellungen) erlebt man als eindeutigen Vorteil. Nach den ersten beiden Levelabschnitten auf der Minenstation Peragus II und dem Planeten Telos darf der Spieler den weiteren Handlungsablauf völlig frei wählen. Die Auswahl von Dialogzeilen und die Benutzung der rund 60 erlernten Force-Kräfte bestimmen mit den Machtpunkten dann jeweils den Spielverlauf.
Was bleibt: Entwickler Obsedian hat es durchaus geschafft, das schwere Erbe des ersten Spiels aus dem Hause Bioware zu meistern. Die Welt der Jedi-Ritter und einige bekannte Elemente wie das Raumschiff Ebon Hawk erwecken eine Vertrautheit, die durch die neue Geschichte weiter ergänzt wird. Als Spieler wird man immer wieder durch die auswählbaren Dialogzeilen vor neue Entscheidungen gestellt, was die Identifikation mit der eigenen Figur enorm fördert. Dabei bleibt nicht immer klar, warum die folgenden Ereignisse nun auf die dunkle oder gute Seite der Macht führen. Befremdlich ist leider auch, dass die Charaktere oft sehr leblos wirken und manche Ladezeit auch dazu ausreicht, ein paar Liegestütze einzulegen. Hier hätte mehr Entwicklungszeit die Spielqualität deutlich verbessert.
Glanzlicht: Gut oder böse, das ist hier die Frage. Nur wenige Spiele bieten einen Handlungsablauf, der durch die Dialogwahl so in die Entscheidungsfreiheit des Spielers gelegt wird. Auch die Möglichkeit von drei Jedi-Klassen wie Nahkampfexperte, Machtmeister oder ausgewogener Sentinel verfeinert noch mal die Personalisierung, ohne dabei unüberschaubar zu werden. Abseits der körperlich etwas starren Charaktere wird der Wandel von der guten zur bösen Seite der Macht auch optisch durch Hautverfärbung oder veränderte Reaktionen der Umgebung deutlich gemacht. Auch wenn man erst recht spät das erste Laserschwert in die Hand bekommt, entlohnen die folgenden Kämpfe in Kombination mit einem tollen Soundtrack für alle Mühen und Wege davor. Sein oder nicht sein – die Entscheidung liegt am Controller, und das reizt man gerne aus.



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  • User: the_man_who
  • the_man_who 20.04.2005 | 13:03:22

    wirklich richtig gutes game, man merk nicht mal das die zeit rast...
    die story ist auch voll ok...
    nur die Grafik hätte besser sein können, im Vergleich zum ersten Teil kaum ein Unterschied.
    Aber der Spielspaß ist wirklich hoch und deshalb auch was für richtige Jedi, egal ob hell oder dunkel

  • User: wirg
  • wirg 21.04.2005 | 21:03:52

    der vorgänger war das fesselnste das mir die digitale welt bisher bereitet hat. Werd aber erst mal auf ferien warten oder all meine uhren in den mülleimer werfen bevor ich mich daran wage...

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