Final Fantasy Crystal Chronicles

Square Enix / Nintendo / Gamecube

21.04.2004, 16:12, Text: Katja Griesenbeck, Katja Griesenbeck

Genre: Action-Rollenspiel
Story: Vor langer Zeit wurde die Welt von einer gefährlichen Materie, dem »Miasma«, überzogen: Die Berührung mit dieser Substanz bedeutet den sicheren Tod, magische Kristalle ermöglichen den Menschen jedoch das Überleben in der verseuchten Atmosphäre. Jedes Dorf und jede Stadt besitzt einen solchen Kristall. Einziger Nachteil: Nach einem Jahr verliert er seine schützende Kraft, und nur der Tau eines Myrrhebaums kann seine Funktion wieder herstellen. Aufgabe des Spielers ist es, sich auf die Suche nach dem Tau zu machen und ihn in einem Kelch in das Heimatdorf zu bringen.
Handling: Neu für die ›Final Fantasy‹-Reihe ist, dass man dieses Spiel alleine oder im Mehrspieler-Modus spielen kann.

Bis zu vier Personen können sich beteiligen, von denen jeder einen Game Boy Advance (GBA) und ein Verbindungskabel zum Gamecube benötigt. Im Einspieler-Modus wird mit dem Controller des Gamecube gesteuert. Zu Beginn muss sich jeder Spieler, wie bei vielen Rollenspielen üblich, einen Charakter erschaffen, für den er Name, Geschlecht, Rasse und Beruf der Eltern bestimmt. Man hat die Wahl zwischen vier Rassen, die sich in den Eigenschaften Defensive, Offensive, Magie und Agilität unterscheiden. Der Beruf der Eltern verschafft im weiteren Spielverlauf Vorteile beim Einkauf. So erhält der Sohn eines Schmiedes beim Einkauf von Waffen einen besseren Preis als der eines Fischers.
Was bleibt: Für Fans der ›Final Fantasy‹-Kultreihe könnte das Spiel eine Enttäuschung sein. Die Story ist nicht sonderlich tief gehend. Die Handlung beschränkt sich vorwiegend darauf, Monster zu töten, Schalter zu betätigen und Kisten zu öffnen. Die Helden haben, wie bei den ›Final Fantasy‹-Vorgängern sonst üblich, keine eigene Geschichte. Der Spielverlauf – Kelch füllen und zurück ins Dorf bringen – beginnt sich nach dem ersten Jahr zu wiederholen, was schnell langweilig werden kann. Neu ist, dass die Entwickler von Runden-basierenden zu Echtzeit-Kämpfen gewechselt haben. Doch dieser Kampfmodus verliert schnell an Reiz, da man unbeschränkte Magie einsetzen und sich immer wieder heilen kann. Die Steuerung ist einfach. Nur die Belegung der Rechts/Links-Buttons mit den Befehlen Angreifen, Verteidigen und Magie ist umständlich und macht es nahezu unmöglich, den Gegner anzugreifen und gleich danach den Gegenschlag abzuwehren. Nach erfolgreich bestrittenen Kämpfen gibt es keine Erfahrungspunkte mehr, um in höhere Levels aufzusteigen. Die Jagd nach Monstern wird so unnötig. Der Multiplayer-Modus ist letztlich interessanter, als alleine zu spielen. Schlecht umgesetzt ist dabei jedoch, dass jeder Spieler einen GBA benötigt.
Glanzlicht: Die grafische Umsetzung ist einfach fantastisch. Beim Erkunden der Welten trifft man immer wieder auf die Detailverliebtheit der Entwickler. Auch die Figuren sind liebevoll gestaltet und knüpfen an das kindliche Aussehen der Gestalten aus ›Final Fantasy IX‹ an.



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