URU – Ages Of Myst

UbiSoft / Cyan (PC)

03.02.2004, 16:37, Text: martin lippert, martin lippert

GENRE: Adventure.
STORY: Zum mittlerweile vierten Mal gilt es, die hinreißend schönen Welten einer untergegangenen Kultur, der D’ni, zu erforschen, die mittels so genannter Verbindungsbücher Welten erschaffen und miteinander verlinken konnten. Was sich etwas esoterisch anhört, aber im Gameplay beileibe nicht so daherkommt. Mechanismen und Maschinen wollen wieder in Gang gebracht werden, nur haben die D’ni statt Gebrauchsanweisungen kryptische Logik-Rätsel hinterlassen. Nebenbei müssen Bücher vervollständigt und Links wiederhergestellt werden. Am Ende winkt die Wiedergeburt einer verlorenen Zivilisation. Handling: Von New Mexico aus wird der Spieler von der realen in die surreale Welt der D’ni katapultiert und findet sich im so genannten Relto wieder, einer Art interaktivem Lesezimmer, das das übliche Inventarmenu ersetzt.

Neu ist, dass URU erstmals mit einer lenkbaren Spielfigur arbeitet – die sich im Übrigen im Kleiderschrank von Relto nach eigenem Gusto gestalten lässt, eine Art virtuelle Anziehpuppe. Somit sind zum ersten Mal auch Menschen zu sehen, die durch die Welten von Myst stapfen. Wie bislang verzichtet URU auf Dialoge und verlässt sich auf die Intuition des Spielers, Lösungen entweder durch Trial& Error oder genaues Studium der verstreuten Informationen zu finden. Neu sind allerdings Rätsel, die sich nur über Jump&Run-ähnliche Elemente lösen lassen. Wichtig für ein flüssiges Spiel am PC: ein flotter Rechner weit über den Systemvoraussetzungen, denn mit der Mindestausstattung werden die Ladezeiten zur quälenden Tortur. Was bleibt: Die Gewissheit, dass nach Spielende längst nicht alles vorbei ist. URU Live erweitert Uru um die vierte Dimension: Online finden sich neue Welten zum gemeinsamen Erforschen mit der URU- Community, mit der per Chat kommuniziert werden kann. Glanzlicht: Wie immer sind grafische Umsetzung und Fantasie der Spielentwickler schlicht umwerfend, jede der zu bereisenden Welten lädt ganz ohne Spieltrieb zu Spaziergängen in einer fiktiven Landschaft ein, in der man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.



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aus Intro #113 (Februar 2004)
 
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