
Frank Apunkt Schneider
Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW
[Ventil Verlag, 388 S., EUR 17,90]
19.02.2008, 12:18, Text:
linus volkmann
[14 Kommentare]
Deutschsprachiger Pop nach den 80ern wird immer wieder und wieder begeistert auf die NDW runtergerechnet. Verweise tun sich auf, Parallelen werden beklatscht, und zum Schluss tritt noch mal Nena auf. Dass es ein Leben außerhalb der \\"80er-Show\\" von Oliver Geißen oder Andrea \\"Kiwi\\" Kiewel gab, weiß zwar jeder - aber darin erschöpft sich meist auch schon jegliche weitere Betrachtung.
Schließlich kennt fast jeder \\"den Teipel\\", wie das Interview-montierte Referenzwerk von vor einigen Jahren bei Apunkt Schneider biblisch bis leicht verächtlich heißt.
Diesem setzt er nun selbst einen Koloss der Erkenntnis und des Nerdwissens an die Seite. Und gleich mal die Entwarnung: \\"Als die Welt noch unterging\\" liest sich nicht wie Schneiders vereinzelten Intro-Kritiken, also nicht popakademisch beschwurbelt und schachtelsätzig. Hier spricht er die Sprache von uns Menschen, und das ist schön so. Wäre auch zu schade, wenn all die Geheimnisse und Akribie-Power nicht ihre Empfänger fänden.
Chronologisch, bisweilen thematisch krümelt sich das Buch durch die Historie von wenigen Jahren (1976-1985) und liefert das inhaltliche Panorama zu der Floskel, die NDW sei Ende 1982 durch obszöne Übersättigung des Marktes von der Plattenindustrie kaputtgekotzt worden. Sehr schön dabei all die Wortschöpfungen, mit denen Schneider lustvoll, aber präzise zu beschreiben weiß (\\"bekiffte Weltindifferenz mit Amok-Dialektik\\", \\"bürgerliche Schweinskrämerseele\\").
Angenehm, dass er die Geschlechterthematik stets mitdenkt und kein Männerbuch schrieb. Und nur konsequent, wie er im epischen Anhang auch seine Paraderolle als hoffnungsloser Plattensammler gibt. Danke, danke, toll!
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baddiel 05.03.2008 | 12:21:52
der erstbeste bin ich!
jetzt wo knut schon groß und flocke gewalttätig geworden ist, kann man doch frank a. schneider als den neuen schnuffel vermarkten. mit diesem foto!
haru_specks 05.03.2008 | 13:20:48
shine on
aber er ist "real".
klingt interessant. her damit.
Titus Grimm 05.03.2008 | 13:57:03
Ist das nicht ein bißchen spät? Gibts doch schon soviel zum Thema...da kann man doch lieber die alten Platten nochmal anhören und sich selbst seine Story schreiben. Ich will das aber auch unbedingt lesen...
omg 05.03.2008 | 14:21:58
Apunkt - wie originell!
haru_specks 05.03.2008 | 14:26:43
shine on
der schleppt seinen namen sicherlich seit der zeit mit sich rum. da war das tatsächlich irgendwie noch originell.
weiche zäune 05.03.2008 | 16:22:31
love love love yeah
muss eigentlich jeder der 1980 eine sex pistols platte besessen hat ein buch darüber schreiben?
haru_specks 05.03.2008 | 17:49:54
shine on
nö. bzw ich werde keines schreiben. super. nich?
creation2 05.03.2008 | 17:56:14
Fortunist
Apunkt - wie originell!
wenigstens nennt er sich nicht Bdolf.
Boris Fust 05.03.2008 | 18:16:27
Arztsohn
Lasst mir den Bdolf zufrieden!
linus volkmann 05.03.2008 | 21:53:19
während du schliefst
ich dachte auch zuerst immer, die autoren mit diesen alfred-e.-neumann-insert sind total daneben.
aber wolfgang a. müller, christian y. schmidt, aliver maria schmitt oder auch frank apunkt schneider könnten ohne diesen zusatz in der googelbaren welt ja komplett einpacken. die armen, deshalb müssen die jetzt so heißen! ödon horvath und durs grünbein hatten das problem nie.
ps.: das buch ist wirklich klasse. und ich habe selbst mit verlaub schon einigen kram zum thema gelesen.
weiche zäune 06.03.2008 | 10:22:23
love love love yeah
der is bestimmt voll lieb
seDschei 06.03.2008 | 12:21:07
Nachbar
... und hat vor einiger Zeit eine sehr hoerenswerte Sendung im Zuendfunk zum Thema gemacht. Ich werd' mir's auch noch zulegen.
snegurotschka 15.03.2008 | 03:32:09
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jetzt noch schnuffeliger! » Link
ob der arme a. danach auch bis um 5 auflegen sollte?




