
George Lindt
Provinzglück
24.10.2005, 12:04, Text:
Frank Schuster,
Frank Schuster
S. Fischer, 219 S., EUR 7,90
In der Regel läuft es ja anders herum: Romane, die von einer éducation sentimentale und damit irgendwie von Jugend und Aufbruch erzählen, starten meist in der Provinz und enden in der Großstadt. Georg Lindts Debütroman erzählt diese Geschichte gegen den Strich. Jan, ungefähr dreißig, hat sein Heimatstädtchen, das ihm zu eng wurde, verlassen und lebt in Berlin. Die mit einem Freund gegründete Wir-AG, die inmitten der Baisse des Musikbusiness kreative Wege der Tonträgervermarktung austüftelt - zum Beispiel Postkarten mit integrierten CDs -, läuft mehr schlecht als recht. Doch dann wird ein großer Plattenkonzern auf die beiden Jung-Kreativen aufmerksam, der ausgerechnet in der Kleinstadt sitzt, in der Jan aufwuchs.
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