
Thomas Düllo / Franz Liebl (Hg.)
Cultural Hacking. Kunst Des Strategischen Handelns
24.03.2005, 14:35, Text:
Martin Büsser,
Martin Büsser
Springer, 354 S., EUR 37
Die Herausgeber verstehen Hacking nicht als destruktiven und schon gar nicht als kriminellen Akt, sondern als strategische Kunst der Zweckentfremdung. Und so entfaltet dieser Reader noch einmal eine Geschichte künstlerischer Subversionsstrategien von den Situationisten über Punk bis zu politischen Plakataktionen unserer Tage. Interessanter als diese schon vielfach vorgenommene Geschichtsschreibung sind allerdings die Einzelbeiträge, etwa Thomas Düllos Beitrag zu Coolness als beharrliches Verfahren der Umcodierung, das sich als Überlebensstrategie in Großstädten bewährt hat.
Texte über Punk, Laibach und die NSK stellen weitere Wege des \"Cultural Hacking\" vor, doch selten thematisieren die Beiträge das Betriebssystem Kunst und die mit ihm einhergehende Kulturalisierung des Widerstands, die längst auch vor Punk nicht mehr Halt gemacht hat.
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