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20 Jahre Intro: Nada Surf live

So war's in Rees-Haldern: Intim

23.01.2012, 12:04, Text: Felix Scharlau, Foto: Christoph Buckstegen

So viel Tradition gab sich selten an einem Abend die Hand: In der Bar des Haldern Festivals (geboren 1984) spielten Nada Surf (geboren 1992) anlässlich Intros rundem Geburtstag (geboren 1991/92) ein bewegendes Akustikset. Mit Bildergalerie.

19.01.2012, Haldern Pop Bar, Rees-Haldern

Promotion-Arbeit kann manchmal auch schön sein. Betonung auf: manchmal. Nada Surf, die derzeit ihr siebtes Album »The Stars Are Indifferent To Astronomy« europaweit bewerben, waren sichtlich zufrieden, im intimen Rahmen der Haldern-Pop-Bar auftreten zu dürfen. »Wir spielen gerade die ganze Zeit nur Radiokonzerte, schön, mal wieder echte Menschen zu sehen«, so Sänger Matthew Caws zu Beginn der einstündigen Show.


An die 100 Ticket-Gewinner hatten sich früh im Ortskern – beim letzten Wort bitte Anführungszeichen in der Luft mitdenken – von Rees-Haldern eingefunden, um zunächst dem zerbrechlich wirkenden Set des Amerikaners Nigel Wright zu lauschen, der ein erstes, andächtiges Europakonzert spielte.
Nada Surf, die Punkt 21 Uhr die wenige Zentimeter hohe Bühne bestiegen, hatten andere Ziele, als Intimität und Nähe lediglich durch Reduktion zu erzeugen. Ihr Set, bestehend aus vornehmlich neuen und mittelalten Stücken (etwa »What Is Your Secret«, »Always Love«, »Teenage Dream«) bewegte sich bisweilen angenehm kantig zwischen Indie-Kammermusik und großem Akustik-Rock. Und das, obwohl lediglich Bass, Akustikgitarre und Cajón (ein kastenförmiges Holzschlagzeug, auf dem der Spieler sitzt) zum Einsatz kamen. Erstaunlich, wie unterschiedlich dynamisch Nada Surf trotz ihres unverwechselbaren Sound-Trademarks klingen können.

Nach einer Stunde war dann auch schon alles vorbei – die Band war nach den großen PR-Taten vor dem Konzert ganz offensichtlich müde. Was sie nicht davon abhielt, noch stundenlang in der Haldern Pop Bar abzuhängen und sich Fans und Intro zu stellen. Letzteres demnächst hier zu sehen als Video-Interview.

Danke, Nada Surf! Danke, Haldern für die Gastfreundschaft!

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