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Southside 2011

So war’s: Begeisterungsstürme in windiger Umgebung

21.06.2011, 12:48, Text: Katharina Försch, Foto: Udo Meixner

Die Arctic Monkeys frieren und Dave Grohl stellt mal was klar, während The Kills im wahrsten Sinn des Wortes tüchtig einheizen.

Die Arctic Monkeys frieren und Dave Grohl stellt mal was klar, während The Kills im wahrsten Sinn des Wortes tüchtig einheizen.

„You guys are fucking tough“ – Arcade Fire Sänger Win Butler bringt es auf den Punkt. Die Southside-Besucher müssen auch 2011 hart im Nehmen sein: Der Wettergott hat das Festival auf dem Kieker, und so bekommen die 55.000 Besucher gleich am ersten Abend die volle Ladung Dauerregen gepaart mit Eiseskälte serviert, gefolgt von den Southside-typischen Schlammschlachten am Samstag. Die Sturmwarnung mit Stärke 8-Windböen am Sonntag sorgt da bei den Wind- und Wettergestählten nur noch für ein müdes Lächeln.


Dafür wird der an sich eigentlich wenig spektakuläre Auftritt von Sublime dank des plötzlich aufkommenden Sonnenscheins passend zu den Anfangsklängen des „Santeria“-Klassikers frenetisch bejubelt. Die Arctic Monkeys hingegen haben den Kampf gegen das Wetter verloren. Mehr Arctic als Monkey stehen sie – passend zu den Witterungsverhältnissen – in distanziert-kühler Manier auf der Bühne und die tollen Songs plätschern wie der Regen nur so vor sich hin.



Eine Scheibe abschneiden könnten sie sich von ihrem UK-Support, der Sonntag relativ früh auf der Bühne steht: Die Vaccines schaffen es, mit ihrem Gig der NME-Lobhudelei als potentiell beste Band 2011 gerecht zu werden, und auch der Regen hält sich ehrfürchtig zurück. Leider sind die Hurricane-Besucher am Tag zuvor nicht in den Genuss der jungen Londoner Band gekommen, wie auf der Facebook-Fanpage der Band nachzulesen ist: „We had a nightmare on sat. A combination of missed and delayed flights caused us to miss our slot at hurricane fest, gutted and so sorry!“

Wie gewohnt einfach nur schön anzuschauen und - zu hören ist das Zusammenspiel von Alison Mosshart und Jamie Hince alias The Kills, während ein Zelt namens Red Stage aus allen Nähten zu platzen droht und von den arktischen Temperaturen auf einmal so wenig zu spüren ist.

Gänzlich nebensächlich werden die Witterungsverhältnisse, wenn es um DIE eine Band aus Seattle geht. 16 Jahre Bandhistory werden mit „Rope“, der ersten Single des neuen Foo Fighters-Albums „Wasting Light“ eingeleitet. Nachdem ein Stück Pappe mit dem Songwunsch eines Fans auf dem Screen eingeblendet wird, wendet sich Frontmann Dave Grohl an sein Publikum: „Look, we have a lot of fucking songs to play ok. We´ve been a band a long fucking time and we´ve got a lot of fucking songs. You want us to play until they tell us to stop playing right? Ladies and Gentlemen, we gonna play some old shit, we gonna play some new shit and we gonna play as much stuff as we can.“ – Dieses Versprechen hielt Mister Grohl mehr als ein und die machte die Show zu einem der absolut überragenden, unbesiegbaren Festival-Highlights.

Kleine, dennoch feine Momente des Glücks waren zudem die Pulp Fiction-Einlage von Kasabian, der laszive Hüftschwung des Friendly Fires-Sängers Ed McFarlane und der Auftritt der Crystal Fighters, die es am dritten Festivaltag schaffen, die Besucher der White Stage mit ihrer ganz eigenen Mischung aus treibenden Elektrobeats gepaart mit traditionellen baskischen Instrumenten in eine Art hypnotisiertes Staunen zu versetzen.

Mehr zum Southside bei unserem Partner stern.de

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